Fallrückzieher-Legende hautnah

Auf das Fußballcamp im nächsten Jahr beim TuS Rosenberg freuen sich (von links) Organisator Frank Kokott, Klaus Fischer und Karl Wenzl. Bild: kok
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.12.2015
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Ex-Nationalspieler und Vize-Weltmeister Klaus Fischer war Gast beim TuS Rosenberg. Anlass gab ein geplantes Trainingscamp in den Pfingstferien vom 17. bis 19. Mai. Der Kontakt kam über Frank Kokott zustande. Das Camp ist für Kinder in der gesamten Region eine einmalige Gelegenheit, mit einem Star von einst zu trainieren.

Frank Kokott eröffnete auch die Pressekonferenz und begrüßte Klaus Fischer von der gleichnamigen Fußballschule sowie Karl Wenzl von der Sportmarketing und freute sich, dass der TuS als Veranstaltungsort auserwählt wurde. Interesse zeigten auch Bürgermeister Michael Göth, Sponsoren und viele Kinder mit ihren Eltern.

Ein Indiz, wie wichtig es Klaus Fischer ist, sehe man daran dass er persönlich erscheint und auch beim Camp selbst die Trainingseinheiten leitet, betonte Kokott. Bürgermeister Michael Göth zeigte sich ebenfalls erfreut und hieß den bekannten Stürmer in der Herzogstadt willkommen. Gelsenkirchen, seit 45 Jahren Wohnsitz von Klaus Fischer, und Sulzbach- Rosenberg hätten durchaus Gemeinsamkeiten durch den Bergbau aufzuweisen ließ das Stadtoberhaupt wissen. Es folgte der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.

TuS-Vorstandsmitglied Manfred Seitz begrüßte zudem die Sponsoren die es auch ermöglichten, dass dieses Event beim TuS stattfinden kann. Dank den Firmen Probatec, Arados, MH-Rohr, Metzgerei Lotter, Allianz Seitz und Pizzeria Antonio.

Fischer gab sich trotz seiner Berühmtheit sehr bodenständig und hinterließ einen äußerst sympathischen Eindruck. Hierbei ging er zum einen auf seine Fußballschule ein.

"Wir trainieren sehr hart", so Fischer, "aber nur das, was man im Spiel braucht. Unser Hauptaugenmerk liegt bei der Technik. Wir wollen den Kindern viele Übungen im intensiven Training mit dem Ball zeigen und nicht nur aufs Tor hauen. Was man sich in der Jugendzeit angeeignet, trainiert und gelernt hat, das kann man auch in späteren Jahren noch, zog Fischer Resümee.

Er selbst werde bei den Abschlussspielen mitwirken, was dann wohl für die Camp-Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis bedeute. Der Ex-Schalker bemängelte, dass es keine Kopfballpendel mehr gibt und stellte fest, dass Wille und Durchsetzungsvermögen mit entscheidend sind für eine erfolgreiche Fußballkarriere.

Jahrhundert-Torschütze

Ausführlich ging er auch auf die Anfangszeit beim SC Zwiesel und seine Fußballkarriere ein. Er erzählte Hintergrundgeschichten und lustige Anekdoten. Sei es über seine WM-Teilnahmen oder Erfolge in der Bundesliga. Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass er hinter Gerd Müller immer noch der zweitbeste Bundesliga-Torjäger ist. Abschließend bombardierten die Kinder den Jahrhundert-Torschützen - natürlich per Fallrückzieher - noch mit allerlei Fragen.
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