Feste "Zwischenlösung"

Hier lässt es sich gut lernen: Vorstandsreferent Andreas Poeplau und Vorstand Klaus Emmerich (von links) überzeugten sich selbst in der "neuen Schule" vom Komfort, den der Containerbau bietet. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.01.2015
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Gut anderthalb Jahre lebte die Krankenpflegeschule des St.-Anna-Krankenhauses im "Provisorium": Lehrkräfte auf Haupthaus und zwei Bürocontainer verteilt, angemietete Unterrichtsräume beim benachbarten BRK. Jetzt ist das neue "Interimsgebäude" fertig. Der Landkreis investiert 0,3 Millionen Euro.

Die Umstände stellten Schulleitung, Lehrkräfte und Krankenpflegeschüler vor große organisatorische Herausforderungen. Ursache dieses "Provisoriums" war laut Landrat Richard Reisinger, dass sich die bisherigen Räumlichkeiten der Krankenpflegeschule im ältesten Gebäudetrakt des St.-Anna-Krankenhauses nach Öffnen der Decken bei Umbaumaßnahmen als nicht brandschutzsicher erwiesen hatten.

Eine kurzfristige Evakuierung der gesamten Krankenpflegeschule war erforderlich. In Folge musste sich das Unternehmen die Ersatz-Räumlichkeiten buchstäblich "aus den Fingern saugen". Angesichts der umfassenden Umbaumaßnahmen des Krankenhauses war dies nur mit großen Einschränkungen möglich.

"Wir haben die Übergangszeit nach besten Kräften überbrückt", bestätigt Schulleiter Hans-Jürgen Bruhn. "Trotzdem sind wir froh, dass die Krankenpflegeschule wieder über eigene Räumlichkeiten verfügt." Im Schnellverfahren organisierte der Referent des Vorstands, Andreas Poeplau, eine Lösung mit Schulcontainern, die nun unmittelbar neben dem BRK-Gebäude nahe am St.-Anna-Krankenhaus, aufgestellt wurden.

"Ist die Investition wert"

Ganze vier Monate waren nötig, um das Gebäude ab Vergabe des Auftrags zu errichten, knapp 300 000 Euro nehmen dafür das Kommunalunternehmen und damit der Landkreis in die Hand. "Die Ausbildungsplätze im Landkreis sind uns diese Investition wert," betont Landrat Richard Reisinger ergänzend.

Lehrkräfte und Schüler konnten die Krankenpflegeschule in der ersten Januarwoche in Besitz nehmen. "Wir alle haben sehnlichst auf den Einzug gewartet," schildert Vorstand Klaus Emmerich. Trotzdem ist das Projekt "Baumaßnahme Schule" damit nicht abgeschlossen. Die Schulcontainer sind eine Interimsmaßnahme, also eine Zwischenlösung auf Zeit - das Gebäude befindet sich auf dem Grundstück der Stadtbau GmbH Amberg.

Derzeit stimmt das Kommunalunternehmen mit dem Staatsministerium eine größere Neubaumaßnahme anstelle des nicht mehr brandschutzsicheren Gebäudetrakts ab. Dann wird auch die Krankenpflegeschule dauerhaft in das Krankenhausgebäude von St. Anna zurückkehren. "Aber bis dahin werden noch etliche Jahre vergehen," ergänzen Poeplau und Emmerich. Bis dahin lernen die gut 60 Krankenpflegeschüler in den neuen Schulcontainern.
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