Feuerwehrleute aus dem Landkreis informieren sich am Übungszug der Deutschen Bahn
Unterricht in Katastrophen

37 Feuerwehrleute aus dem Landkreis informierten sich am Übungszug der Deutschen Bahn, wo bei Gefahrgutwaggons die Gefahren lauern und wie man sie am besten entschärft. Der Übungswaggon war kurzfristig nach Amberg gekommen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2014
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Die Bahn nimmt für sich in Anspruch, mit Abstand der sicherste Transporteur von Gefahrgütern zu sein. Das Problem dabei ist aber die Größe der Einzelfahrzeuge von bis zu 86 000 Litern - da können aus Unfällen leicht Katastrophen werden.

Um für den Fall vorbereitet zu sein, dass Gefahrstoffe aus Kesselwagen austreten, nutzten 37 Feuerwehr-Aktive aus dem Landkreis die Möglichkeiten, die ihnen der Übungszug der Deutschen Bahn bot. Der stand auf dem ehemaligen Güterbahnhof Amberg. Der für Gefahrgut zuständige Kreisbrandmeister Alex Graf hatte die Spezialkräfte wie CSA-Träger und den ABC-Zug zu drei Schulungsterminen eingeladen.

Im Unterrichtswaggon zeigten kurze Filme die möglichen Folgen von Unfällen mit Gefahrgütern im Schienenverkehr. Für den Einsatz wurde empfohlen, den Gefahrenbereich bei brennenden Druckgaskesselwaggons mit mindestens 300 Meter anzusetzen, was natürlich die Tätigkeit der Feuerwehr erheblich erschwert.

Notfallmanager Christian Utz stellte die Arbeitsweise und die Aufgaben des Notfallmanagers der Bahn vor. Das Notfallmanager-Team mit fünf Mitarbeitern hat im Wechsel durchgehend Rufbereitschaft. Am zweiten Waggon waren die technischen Einrichtungen von Benzin-, Gas- und Chemiewaggons Thema. Als besondere und nicht gesondert gekennzeichnete Risiken beim Transport von Gefahrstoffen gelten etwa hohe Drücke oder sehr tiefe Temperaturen.

Die meisten Einsätze der Feuerwehr bei Gefahrstofftransporten der Bahn hängen mit Undichtigkeiten zusammen. Der Grund dafür ist oft ganz banal, wie zum Beispiel Überdruck in Armaturen. Der Dozent zeigte, wie solche Probleme eventuell mit einigen einfachen Handgriffen behoben werden können. Zum Schluss wurde vorgeschlagen, den Ausbildungszug das nächste Mal mit größerer Vorlaufzeit in die Region zu bringen, was den Wehrleuten auch praktische Übungen ermöglicht.
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