Filialschließungen: FW nutzen Kreistag als Protestbühne
Eine Herzenssache

Freie-Wähler-Fraktionssprecher Peter Dotzler (links) hatte sich die Jahresabschlusssitzung des Kreistags im Hotel-Gasthof Forsthof als Forum ausgesucht, um Michael Göth (rechts), dem Verwaltungsratsvorsitzenden der Sparkasse Amberg-Sulzbach, eine Resolution zu den umstrittenen Filialschließungen zu übergeben. Bild: ll
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.12.2015
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Die Freien Wähler haben das Thema Filialschließungen der Sparkasse Amberg-Sulzbach in der Weihnachtssitzung des Kreistags noch einmal aufs Tapet gebracht. FW-Sprecher Peter Dotzler rückte am Montag bei seiner Wortmeldung unter dem Punkt "Verschiedenes" die Banken-Aufgabe der Bargeldversorgung in den Vordergrund.

Das sei "eine Herzensangelegenheit für unsere Bevölkerung". Man richte deshalb den Appell an die Sparkasse, an den betroffenen Standorten wenigstens eine Grundausstattung mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker zu belassen. Geldautomaten gemeinsam mit den Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken) zu betreiben, könne ebenfalls ein Lösungsansatz sein. Das verhindere ein Doppelauftreten und komme den Bürgern zugute.

Den Verwaltungsratsvorsitzenden der Sparkasse, Michael Göth, für die SPD ebenfalls Mitglied des Kreistags, hatte sich Dotzler als Adressat für die schriftliche Form seiner Resolution ausgesucht, da Landrat Richard Reisinger hier die primäre Zuständigkeit gesehen hatte. Reisinger erklärte dazu, der Verwaltungsrat, dem er auch angehört, habe die Schließungen intensiv diskutiert und sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wer beobachte, wie die Geldinstitute Arbeitsplätze abbauten, der könne erkennen, dass die Schließungspläne kein Zufallsprodukt seien. "Und diese Entwicklung ist noch nicht zum Stillstand gekommen."

Der FW-Appell ging vor allem auf die Initiative des Freihunger Bürgermeisters Norbert Bücherl zurück. Laut Reisinger kommt der Vorstand der Sparkasse am Mittwoch zu einem Gespräch mit dem Gemeinderat nach Freihung. Die Schließungspläne lägen auch darin begründet, dass in Freihung eben "nur ein Drittel Sparkassenkunden" seien. Die Bank habe bereits eine Lösung vorgeschlagen, die aber bisher von den Vertretern der Kommune abgelehnt werde.
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