Forschen von der Pike auf

Sophie Hofmann hat sich für eine Forschungsexpedition nach Island beworben - und den Zuschlag bekommen. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.03.2015
5
0

Es wäre ihre erste große Auslandsreise. Island ist das Ziel - und momentan zweifellos Sophie Hofmanns (17) Lieblingsland. Doch bevor die Gymnasiastin ihre Koffer packen kann, muss sie sich Sponsoren suchen: Das ist ihre erste Aufgabe bei dieser Forschungstour der ganz besonderen Art.

Die Suche nach Geldgebern steht auch bei erwachsenen Forschern meist am Anfang eines Projekts: Deshalb sollen die Jugendlichen, die an der "Master MINT Forschungsexpedition" des Instituts für Jugendmanagement Stiftung Heidelberg teilnehmen, auch diesen - nicht ganz einfachen - Teil vor der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit kennenlernen.

Spender gesucht

1800 Euro muss Sophie Hofmann sammeln, um sich ihren Traum zu erfüllen: Spender, die sie finanziell unterstützen, werden in den Präsentationen und im Abschlussbericht genannt. Es geht nicht um eine Urlaubsreise: Die Expeditionsteilnehmer - 15 bis 30 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren - sollen in Island Fauna und Flora untersuchen, berichtet Sophie Hofmann: "Außerdem sollen wir auch die Bewohner befragen." Die Ergebnisse veröffentlichen die jungen Leute dann in Präsentationen und einer Dokumentation ihrer Arbeit.

Bereicherung fürs Team

Sophies Geografie-Lehrer hat sie auf das Projekt aufmerksam gemacht: Die 17-Jährige hat sich vorher schon intensiv mit Island beschäftigt, für eine Seminararbeit, die die Elftklässlerin des Herzog-Christian-August-Gymnasiums verfassen muss.

Seminararbeit und Forschungsexpedition - beides würde perfekt zusammenpassen, meint die Gymnasiastin. Für die Expedition musste sich Sophie bewerben. Und dabei auch gute Gründe anführen, warum sie eine Bereicherung für das Forscher-Team wäre. "Ich fotografiere sehr gerne, schneide auch Filme und ich arbeite gern im Team", betont sie.

Aufgeben gilt nicht

Es wäre ihre erste Forschungsreise: "So etwas habe ich noch nie gemacht." Und sie wäre auch die Erste aus der Herzogstadt, die bei diesem Projekt dabei ist. Dass es dabei ausgerechnet nach Island gehen soll, macht die Sache für die 17-Jährige ganz besonders interessant.

Sie könnte vor Ort ihr bislang nur theoretisches Wissen aus der Seminararbeit durch praktische Arbeit ergänzen - und dabei den Weg fortsetzen, den sie für sich schon festgelegt hat: Sophie will nach dem Abitur Geografie studieren, "weil dieses Gebiet so interessant ist und so viele Facetten hat." Island findet die Gymnasiastin "einzigartig, wegen der Vulkane und Gletscher": "Man hört ja immer wieder mal was in den Nachrichten drüber, wenn ein Vulkan ausbricht. Aber mal selbst dort zu sein und dazu forschen zu können, das fände ich wirklich cool."

Der Expeditionstermin rückt näher: Vom 9. bis 20. Mai sollen die jungen Forscher unterwegs sein. Wenn sie bis dahin genügend Sponsoren gefunden haben. Das, hat Sophie schon festgestellt, ist nicht ganz leicht. "Ich habe schon viele gefragt." Aber auch viele Absagen bekommen. Aufgeben kommt für sie jedoch nicht in Frage, sie wird weitersuchen.

Wer die junge Forscherin unterstützen will, kann natürlich gerne mit ihr Kontakt aufnehmen, sophiehofmann@freenet.de lautet die E-Mail-Adresse. Einstweilen bereitet sich die 17-Jährige weiter intensiv auf ihre Expedition vor: "Ich lese ziemlich viel", verrät sie - und hofft, dass es klappt mit der großen Reise.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.