Frau sein genügt beileibe nicht

Sieben Frauen haben sich zur zertifizierten Tagesmutter qualifiziert. Gemeinsam freuten sie sich mit den Verantwortlichen, darunter auch SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein (stehend, Dritte von rechts), über diesen Erfolg. Seit September lief die über 100 Stunden umfassende Fortbildung. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.12.2014
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Die Arbeit beginnt früher, als die Kinderkrippe öffnet. Den Job aufgeben? Nein, eine Tagesmutter springt gerne ein. Damit das gut geht, gibt es Qualifizierungskurse.

Tagesmütter übernehmen für die ihnen anvertrauten Kinder eine große Verantwortung. Sie betreuen nicht nur, sie erziehen und fördern ebenso. Das verlangt Professionalität. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bietet deshalb regelmäßig Qualifizierungskurse für Tagespflege an. Im jüngsten haben sich sieben Frauen dieser Herausforderung gestellt. Sie bedeutet immerhin, über 100 Stunden seiner Freizeit einzubringen.

Mitte September, so eine Pressemitteilung, startete der Kurs, für den die Zertifizierungsurkunden als eine Art Abschlusszeugnis überreicht wurden. Die angehenden (professionellen) Tagesmütter investierten viel Zeit, Kraft und Arbeit in ihre Weiterbildung und brachten sich ebenso mit ihrem bisherigen Erfahrungshintergrund ein.

Die Frauen (der Kurs steht grundsätzlich aber ebenso Männern offen) befassten sich beispielsweise intensiv mit altersgemäßen Entwicklungsphasen von Kindern, der Kommunikation mit den Eltern und einer angemessenen Eingewöhnung, wenn ein Betreuungsverhältnis eingegangen wird. Aber auch rechtliche Aspekte und der Umgang mit Konfliktsituationen wurden erörtert. Den Kurs leitete wie seit vielen Jahren die Diplom-Pädagogin Silke Gesinn. Auch externe Referenten traten auf, etwa zu Themen wie Hygiene (Gesundheitsamt), Säuglingspflege (Hebamme), Ernährung (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und Kinderschutz (Koordinierungsstelle Frühe Hilfen). Sieben Frauen absolvierten das gesamte Programm und erhielten dafür ein Zertifikat, acht beschränkten sich auf einzelne Kursmodule, um sich gezielt fortzubilden. Ihnen konnte eine entsprechende, themengebundene Teilnahmebestätigung übergeben werden.

SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein gratulierte den neuen Tagesmüttern und unterstrich die Bedeutung der Tagespflege für Familien. Gerade in der sogenannten Randzeiten-Betreuung (außerhalb der Öffnungszeiten von Krippen oder Kindergärten) würden Tagesmütter "einen unverzichtbaren Dienst" leisten und so berufstätige Eltern gravierend entlasten, betonte Gutwein. Mit dieser Qualifikation, die vom Stadt- und Kreisjugendamt gefördert wird, erfahre die Kinderbetreuung im häuslichen Umfeld eine deutliche qualitative Aufwertung, ist sich die SkF-Vorsitzende sicher.

Auch im neuen Jahr soll es wieder einen Qualifizierungskurs geben. Interessierte Frauen und Männer können sich jederzeit bei dem Sozialdienst (Telefon 09 62 1/48 72 10, www.skf-amberg.de) zu einem unverbindlichen Beratungs- und Informationsgespräch melden.
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