Frauen setzen sich für Bürger ein

Pläne schmieden und Lösungen finden, darum ging es beim Treffen der Frauen-Union, als die Stadträtinnen (von links) Marga Klameth, Evi Rauch und Irmgard Reisima-Renner von ihrer Arbeit erzählten. Ganz entspannt dabei Kreisrätin Brigitte Trummer (rechts) und die stellvertretende FU-Vorsitzende Heidi Unger. Bild: hka
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.12.2014
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Frauen machen es anders. Auch in Kommunalparlamenten bemühen sie sich um Ruhe, Sachlichkeit und suchen Kompromisse. Weibliche Mitglieder der CSU aus Stadtrat und Kreistag gehen noch einen Schritt weiter. Das Wie und Warum schilderten sie beim Treffen der Frauen-Union.

Obwohl oder weil es um Kommunalpolitik ging, war der Abend im "Bayerischen Hof" alles andere als trocken. Marga Klameth und Irmgard Reisima-Renner, seit Jahren Stadträtinnen in Sulzbach-Rosenberg, dazu als Neue in diesem Gremium Evi Rauch, teilten sich Wissen und Erfahrung mit Brigitte Trummer, der einzigen CSU-Frau im Kreistag.

Schon diese Tatsache (nur eine Frau und 25 Männer für die Union im Kreistag) war für die FU-Mitglieder schwer zu verstehen. Brigitte Trummer zeigte sich dennoch stolz über ihre Wahl in dieses Gremium: "Ich freue mich, dass ich eine der 60 Personen bin, die 105 000 Landkreisbürger vertreten". Dass der Landkreis "fast keine Schulden" hat und die einst dicken Aktenbündel über den Kreishaushalt heute mit einer CD locker in eine Frauenhandtasche passen, ist ihr ein weiterer Grund zur Freude.

Natürlich kamen auch andere Themen zur Sprache: die explodierenden Kosten für die Jugendhilfe zum Beispiel, die verschiedenen Landkreis-Einrichtungen in Sulzbach-Rosenberg, die die 6,7 Millionen Kreisumlage rechtfertigen, und die Bemühungen, bereits eingetroffene oder noch zu erwartende Flüchtlinge so gut wie möglich unterzubringen. Marga Klameth hat im 30-köpfigen Sulzbach-Rosenberger Stadtrat immerhin sieben weibliche Mitstreiterinnen: Mit ihr arbeiten Irmgard Reisima-Renner, Maria Boßle und Evi Rauch für die CSU.

Gutes Verständnis

"Wir verstehen uns auch mit den vier Frauen der anderen Fraktionen sehr gut", erzählt Klameth und verrät, dass eine "interfraktionelle Frauengruppe" geplant sei, was die männlichen Kollegen nicht ausnahmslos guthießen. Aber: "Wir arbeiten nicht für unsere Partei, sondern für die Stadt und ihre Bürger, die uns gewählt haben", begründet sie diese künftige weibliche Zusammenarbeit.

Für ihre Wähler, vor allem im Stadtteil Rosenberg, will auch Evi Rauch etwas bewirken, die, seit Mai 2014 im Stadtrat, immer noch am Lernen und Eingewöhnen ist. Sie ist sich mit ihrer Kollegin Marga Klameth einig, dass sich in Rosenberg schon einiges zum Besseren verändert hat, hofft aber, dass sich im Bereich der Gastronomie etwas bewegt, dass der Schlackenberg bald für alle zugänglich gemacht wird und dass im Maxhütten-Gelände zu den bereits bestehenden 150 Arbeitsplätzen weitere hinzukommen werden.
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