Frauenquote schon ein Thema

Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie sich durch eine E-Mail aus meinem Büro einen Virus einfangen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.06.2015
0
0

Wenn sich am Samstag die Oberpfälzer Frauen-Union zu ihrer Bezirksversammlung trifft, könnte es sein, dass neue Gesichter aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach in Vorstandsämter kommen. Zu viel will die FU-Bezirksvorsitzende Barbara Lanzinger aber noch nicht verraten.

Die Bezirksdelegiertenversammlung mit Neuwahl geht am Samstag ab 9.30 Uhr im Hirschauer Josefshaus über die Bühne.

Frau Lanzinger, treten Sie wieder als Bezirksvorsitzende an?

Barbara Lanzinger: Ja, ich habe dafür das einstimmige Votum meines Vorstands, was mich sehr freut.

Stehen denn ansonsten im Vorstand Veränderungen an?

Lanzinger: Ja, eine Stellvertreterin wird nicht mehr kandidieren. Es wird verjüngt und erneuert werden.

Kommen dabei möglicherweise CSU-Frauen aus der Region Amberg-Sulzbach in Ämter?

Lanzinger: Schon möglich, aber ich kann natürlich nicht alles bereits vor der Versammlung verraten. Absehbar ist zum Beispiel, dass Birgit Birner aus Hirschau nicht mehr als Schriftführerin antritt. Sie ist ja zur FU-Kreisvorsitzenden gewählt worden und in dieser Funktion ohnehin Mitglied im Bezirksvorstand. Das würde dann einen Platz für jemand anders aus unserer Region freimachen.

Emilia Müller, die scheidende CSU-Bezirksvorsitzende, kommt ja nicht zur Versammlung.

Lanzinger: Nein, sie kann nicht. Das hat sie uns schon früh mitgeteilt, aber wir mussten diesen Termin nehmen, weil wir sonst in zeitliche Zwänge kommen. Es ist schade, weil Emilia Müller zu uns gehört, aber so ist das eben als Ministerin: Man hat sehr viele wichtige Termine, vor allem jetzt, wo ihr ganzer Einsatz bei dem Riesenthema der Asylsuchenden gefordert ist.

Der designierte Nachfolger von Emilia Müller im CSU-Bezirksvorsitz, Albert Füracker, ist angekündigt. Sieht ein bisschen so aus, als ob er vor seiner Wahl ein Schaulaufen bei den einzelnen CSU-Gliederungen absolviert, mit lauter kleinen Bewerbungsreden?

Lanzinger: Der Eindruck ist falsch. Albert Füracker war bisher auch schon bei jeder unserer Bezirksversammlungen. Ich schätze das sehr und freue mich, dass er sich auch dieses Mal wieder die Zeit nimmt.

Gibt es denn inhaltlich ein Schwerpunktthema?

Lanzinger: Nicht als eigene Rede. Wir brauchen ja erst einmal viel Raum für die Wahlen und die Vorstellung der Kandidatinnen. Es ist durchaus der Wunsch der Mitglieder, dafür ausreichend Zeit zu haben. Ansonsten werde ich in meinem Rechenschaftsbericht schon auf die Themen eingehen, die wir im vergangenen Jahr besonders intensiv betrieben haben oder die ich auch als Abgeordnete behandle: unser Nein zu Zwangsprostitution und Menschenhandel, die Energie, die Wirtschaft.

Ist die Frauenquote in der CSU noch ein Thema, das die FU bewegt? Oder ist das schon vorbei?

Lanzinger: Das ist noch nicht vorbei. Ich bin ja eine Befürworterin der Quote. Ich halte sie für wichtig, bis wir einen Stand haben, bei dem wir sagen können: Wir brauchen jetzt nicht mehr über die Quote zu reden. Mein Wunsch wäre, dass es in ein bis zwei Jahren so weit sein sollte. Aber wir können auch drüber sprechen, ob wir schon heuer bei den Wahlen in der Bezirks-CSU auf einen eigenen Frauenblock verzichten und uns einfach auf die Delegierten verlassen.

Noch zu Ihrer Arbeit als Abgeordnete: Sind Sie da momentan wegen des Hackerangriffs auf die Bundestags-EDV sehr eingeschränkt?

Lanzinger: Das betrifft mein Büro in keinster Weise und auch die überwiegende Zahl der Abgeordneten nicht, sondern nur ganz wenige. Wir sind arbeits- und leistungsfähig. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie sich durch eine E-Mail aus meinem Büro einen Virus einfangen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.