Freude am Leben im Alter

Caritasdirektor Dr. Roland Batz überreicht Regina Koller zum 25-jährigen Dienstjubiläum die höchste Auszeichnung - die Elisabethmedaille. Auch Schulleiterin Martina Schiener gratuliert ihrer Stellvertretung und überreicht einen großen Blumenstrauß (von links). Bild: aja
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.10.2014
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"Jeder kann plötzlich betroffen sein und Hilfe benötigen", betonte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl bei der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege. Die Einrichtung feierte 25-jähriges Bestehen und hatte den demografischen Wandel und somit die neuen Herausforderungen im Blick.

"Zu spüren bekommen wir es in der Altenpflegeschule. Trotz sinkender Schülerzahlen, steigt die Nachfrage nach Fachkräften immer weiter an", erklärte Schulleiterin Martina Schiener.

Sie dankte ihren Vorgängern für die Unterstützung, denn ohne sie könnte nicht auf eine solch effiziente Schule geblickt werden. Zudem ist Schiener das "Mia san mia"-Gefühl wichtig. "Wir versuchen stets, das Berufsfeld transparent und attraktiv darzustellen", erklärte die Leitung weiter.

Reisinger begrüßte die herzliche Art und den Zusammenhalt in der Schulfamilie. "Auch ich denke, dass die Pflege in den nächsten Jahren eine große Herausforderung wird. Deshalb müssen wir uns und die Gesellschaft darauf vorbereiten." Abschließend wünschte er eine segensreiche pädagogische Arbeit.

Strobl philosophierte darüber, inwieweit die 800 Ausgelernten den Pflegebedürftigen helfen. Er fragte sich, wie viele Menschen davon wohl profitiert haben. "Wie geht man mit Pflege um? Man benötigt Menschen mit Verantwortung und großer Zuneigung", stellte er klar.

Bürgermeister Michael Göth blickte auf die Veränderungen der letzten 25 Jahre zurück und hatte ebenfalls die demografische Entwicklung der Gesellschaft im Auge. "Durch die fortschreitende medizinische Entwicklung nimmt der Anteil an älteren Menschen zu. Irgendwann fehlen Senioren soziale Bindungen, dann brauchen sie Unterstützung. Diese fordert immer größere Qualifizierung, um eine stabile Lebensqualität im Alter zu garantieren", betonte Göth.

Engagiert und umsichtig

Regierungsschuldirektorin Gisela Stautner griff das Motto der Caritas "Mitten im Leben - Nahe am Menschen" auf und sagte: "Man braucht viel Liebe als Altenpfleger. Es ist eine Aufgabe, die Spaß bereitet und vielseitig ist. Durch den Besuch der Schule wird der Grundstein für die berufliche Karriere gelegt." Die Einrichtung sei engagiert, umsichtig, konsequent und in der Öffentlichkeit anerkannt. Dieses "Zeugnis" stellte das Schulaufsichtsamt der Regierung vor 20 Jahren aus. Fazit: Die Schule ist nicht pflegebedürftig!

"Eine Weiterentwicklung ist nötig, denn laut einer Hochrechnung sind 2020 fast 1,4 Millionen Menschen über 74 Jahre alt", erklärte Stautner. Es folgte eine Zeitreise, die Lehrer Dietmar Reiß mit viel Liebe zum Detail präsentierte. Zwischen den einzelnen Programmpunkten gab es eine besondere musikalische Umrahmung: Marimbaphon und Vibrafon, gespielt von Alexander Gregarek und Philipp Senft, Schüler der Berufsfachschule für Musik.

Geehrt wurde für zehn Jahre Lehramt an der Berufsfachschule Wolfgang Lorenz und für 20 Jahre Angelika Zintel. Eine weitere Ehrung übernahm Caritasdirektor Dr. Roland Batz. Er dankte der Diplompsychologin Regina Koller, die "den Unterricht zukunftsfähig gemacht hat und stets enormen Erfahrungsschatz zum Besten gab". Seit Dezember 2010 hat sie die stellvertretende Schulleitung inne. Für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum erhielt sie die höchste Auszeichnung der Caritas - die Elisabethmedaille. Danach wurde sich bei einem üppigen Büfett gestärkt und unterhalten.
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