Friedensfahrt führt Radler im August durch Deutschland - Start auch in Sulzbach
Strampeln gegen den Krieg

Die langjährigen Mitfahrer der Friedensradtour, Willi Rester und Claudia Averibou, informierten im Beisein der jüngsten Teilnehmerin Chantal Averibou über die bisherigen Touren und den Ablauf 2015. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.03.2015
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Friedensarbeit ist eine ernste Sache, kann aber auch Spaß machen. Beweis dafür waren die bisherigen Radtouren des Landesverbandes der Deutschen Friedensgesellschaft. Heuer kommt die Aktion in die Region. Start ist im August in Amberg und Sulzbach.

Da das Militär keine Probleme löse, sollten zumindest die Truppenübungsplätze Hohenfels und Grafenwöhr in Form von Nationalparks an die Oberpfälzer zurückgegeben werden. Dies forderte bei der Vorstellung der Friedensfahrradtour 2015 der Deutschen Friedensgesellschaft Vereinte Kriegsgegner (DFGVK) der Vorsitzende der Gruppe Oberpfalz, Willi Rester, im Bayerischen Hof. Zudem sprach er sich für die verstärkte wirtschaftliche Förderung der Region rund um die US-Standorte aus.

Heuer starten die Radler in der Region Amberg-Sulzbach und streben als Zielpunkt Büchel in der Eifel an - dort befinde sich der letzte Atomwaffenstützpunkt Deutschlands. Diese Radtour sei definitiv keine Sportveranstaltung, denn Tagesetappen von 50 bis 80 Kilometern könnten auch von Alltagsradlern bewältigt werden, sagte Rester, der seit Jahren mit von der Partie ist. Vor Kasernen und Rüstungsbetrieben seien Aktionen und Infostände geplant, in Städten und Gemeinden würden Gespräche mit Bürgern und Kommunalpolitikern angestrebt. Niemand sollte seinen Job verlieren, aber: Würde das Geld, das in Grafenwöhr und Hohenfels für Rüstung ausgegeben werde, für die Ansiedlung von Betrieben in Form von Wirtschaftsförderung investiert, könnte eine Vielzahl von neuen zivilen Arbeitsplätzen entstehen.

Aber dazu müssten die politisch Verantwortlichen, insbesondere die bayerische Staatsregierung, die ideologischen Scheuklappen ablegen und Strukturpolitik im ländlichen Bereich betreiben, kritisierte Willi Rester.
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