Friedenspflicht beim Schießen

Teilnehmer und Gratulanten mit (von links) Dr. Stefan Morgenschweis, Christian Steger, Marga Klameth, Andrea Haller-Trepesch, Gabriele Mutzbauer, Hermann Völlger, Helmut Pilhofer, Bürgermeister Michael Göth, Dr. Thomas Steiner, Günter Koller, Schützenmeister Reinhold Brandl, Achim Bender, Werner Fischer, (sitzend, von links) Yvonne Rösel, Maria Boßle und Bettina Moser. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2015
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Obwohl sie hier bewaffnet sind, herrschte bei diesem Termin unter den politischen Kontrahenten Friedenspflicht. Das Stadtratsschießen dient in erster Linie der Geselligkeit. Maria Boßle schnürte dabei gleich einen Doppelpack. Und eine neue Scheibe gab es oben drauf.

Bereits zum 18. Mal trafen sich die Stadträte - heuer 16 an der Zahl - zum Stadtratsschießen bei den Zimmerstutzenschützen 1893 Rosenberg. Werner Fischer hatte wieder in gewohnter Weise ein spannendes Programm vorbereitet.

Zunächst lud Schützenmeister Reinhold Brandl alle zu einer deftigen Brotzeit ein. So gestärkt, ging es nach der Sicherheitsbelehrung und den Hinweisen zum Ablauf sofort zum Wettkampf.

Nach einigen Probeschüssen auf die zehn Meter entfernte Scheibe folgten zehn Wertungsschüsse. Hierbei kam es auf Ringzahl sowie Teiler an. Die sechs besten Schützen aus diesem Durchgang qualifizierten sich zum Finalschießen mit wiederum zehn Schüssen.

Echte Spannung

Hier ging es dann richtig "professionell" zu. Es durfte nur nach Kommando von Werner Fischer geschossen werden, wobei dieser nach jedem Schuss sogleich das Trefferergebnis bekannt gab. So wurde es ganz schön spannend, und plötzlich war auch richtig Ehrgeiz spürbar, besser als der andere zu sein. Maria Boßle zeigte hier die besten Nerven und die ruhigste Hand. Mit 92,5 Ringen konnte sie das Finale als Siegerin beenden. Auf den weiteren Plätzen folgten Yvonne Rösel (90,3 Ringe), Bettina Moser (81,4), Günter Koller (76,9), Dr. Stefan Morgenschweis (74,9) und Christian Steger (71,1).

Jetzt waren natürlich alle gespannt, wer den besten Tiefschuss (Blattl) abgegeben hatte, denn dieser Schütze wird ja bildlich auf der Stadtratsscheibe "verewigt". Diese Ehre wurde der besten Schützin des Tages zuteil. Maria Boßle sicherte sich mit einem sehr guten 36,6-Teiler den Sieg zum zweiten Mal und nahm nach 2014 erneut die Scheibe symbolisch in Empfang. Zweite wurde Bettina Moser mit (61,5), und auf Platz drei folgte Günter Koller (86,1). Alle Sieger erhielten von Werner Fischer und Reinhold Brandl Urkunden sowie Medaillen. Die ZSG steuerte noch für jeden Teilnehmer als Erinnerung an den Abend ein Fläschchen Bier aus dem Elsass bei. Dank galt allen Helfern, die diesen geselligen Abend erst möglich machten.

Tradition fortsetzen

Bürgermeister Michael Göth betonte, dass die Tradition des Stadtratsschießens auf jeden Fall fortgeführt werden soll. Weil ihm aber auch bekannt war, dass mit dem aktuellen Schießen der Platz auf der Stadtratsscheibe erschöpft war, hatte er schon im Vorfeld angedeutet, die neue Scheibe zu stiften.
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