Fünfköpfige Delegation von "Socialis for the Gambia" besucht Projekte des Vereins und ist ...
Eine gepflegte kleine Insel mitten in Afrika

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.12.2014
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Der typisch afrikanische Geruch war es, der bei den fünf Mitgliedern von "Socialis for the Gambia" (SOC) bei der Ankunft in Brufut die Vorfreude noch einmal gewaltig wachsen ließ. Sie besuchten die Projekte ihres Vereins in dem westafrikanischen Land.

Im Skill Center von SOC hießen die beiden Praktikantinnen Verena und Kathrin, die seit September an der Schule tätig sind, die Oberpfälzer willkommen. Die besuchten am nächsten Morgen, einem Sonntag, die Kirche und brachten Geschenke wie Altardecken und Kerzen mit. Am Montag ging es in die Schule. "Der Fußmarsch dauert 30 Minuten, und es ist in der Früh oft schon so heiß, dass man denkt, man schafft es nicht", erzählt SOC Inge Iberl. "Aber natürlich geht alles, und wir werden immer von vielen Kindern auf dem gemeinsamen Schulweg begleitet."

Die Schule blüht

Inge Iberl freute sich, die Schule so sauber und blühend vorzufinden: "Die Lehrer und auch die Kinder in ihren Uniformen, die Gebäude nach der Regenzeit frisch gestrichen, der Gemüsegarten, alles ist wunderbar."

Hauptaufgabe der SOC-Delegation war, die Ware aus dem bereits eingetroffenen Container auszupacken und zu verteilen. Sie verschenkten Schultaschen, sortierten Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und teilten sie gerecht an Kinder, Lehrer und Dorfleute auf. Ebenso wurden die Geschenke für die Kirche, das Material für das Krankenhaus, das Werkzeug für die Schreinerei, die Friseur- und Schneidersachen für das Skill Center in die Häuser gebracht. Schulmöbel wurden sortiert und ausgetauscht oder kamen in die eigene Schreinerei, um repariert zu werden.

"Die Besuche im Krankenhaus waren teilweise traurig, wenn man sieht, wie in Afrika die Häuser und Zimmer ausgestattet sind, wie wenig Medizin und Verbandsmaterial sie haben", sagt Inge Iberl. "Dennoch geben alle ihr Bestes." Im Skill Center konnten die deutschen Gäste in den drei Ausbildungsräumen sehr gute Ansätze sehen. Dort sind 20 Schneider-, 18 Friseur- und fünf Schreinerlehrlinge beschäftigt. Iberl: "Sie leisten wirklich gute Arbeit."

Tanz gehört dazu

Auch beim zweiten SOC-Projekt im Hinterland bei Sintet war die Freude über den Besuch aus der Oberpfalz sehr groß. "Wir haben bei toller Musik getanzt und anschließend auf dem Dorfplatz eine Besprechung über die weitere Vorgehensweise für das Skill Center gehabt", schildert Inge Iberl den Empfang. Hier lernen 20 ehrgeizige junge Leute das Schneiderhandwerk. Sie nähen Taschen und Kleider oder Schuluniformen für die Nachbarschulen und nehmen Aufträge aus der Bevölkerung an.

Zurück in Brufut wurde das dortige Skill Center mit Hausmeister Lamin besichtigt. "Die Gebäude werden ordentlich gehalten und zeigen sich für Besucher von der besten Seite", freut sich Inge Iberl. "Ich möchte sagen: Wir haben richtig schöne gepflegte kleine Inseln mitten in Afrika!"

Die SOC-Leute luden auch wieder die Kinder zum Strand ein, wo sie das Meer nicht nur sehen, sondern auch mal reingehen konnten. "Obwohl das Meer keine zehn Minuten vom Dorf entfernt ist, haben viele es noch nie gesehen", erzählt Inge Iberl. "Unvorstellbar. Riesengroß ist deshalb immer die Freude der Kinder, wenn wir sie einladen."

Frühere Schüler danken

Im Skill Center erhielten die Gäste viel Besuch von ehemaligen Schülern, die erzählten, was sie heute machen oder was sie für einen Beruf anstreben. "Sie bedanken sich immer sehr herzlich für die Schulausbildung, die sie durch uns machen konnten." Diese Erfahrungen bestärken Inge Iberl in der Überzeugung: "Wir sind nach wie vor auf dem richtigen Weg. Ich bin, ebenso wie die Mitreisenden, sehr stolz auf unsere Schule und unser Engagement. Mit dem Mitgliedsbeitrag von zehn Euro im Monat können wir viel bewegen."

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.soc-gambia.de
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