Futtergeld für Spürhunde

Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Göth (Vierter von links) erkundeten die SPD-Politiker die Sorgen und Nöte der Helfer, hier beim Technischen Hilfswerk am Dultplatz. Bild: phl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.01.2015
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Dass Hilfe kommt, wenn sie benötigt wird, ist bei uns selbstverständlich. Doch dabei werden oft die Ehrenamtlichen vergessen, die hinter den Kulissen für Bereitschaft sorgen. Die SPD hört sich jedes Jahr die Sorgen der Helfer an und denkt über Hilfe nach.

Die SPD-Stadtratsfraktion und der Ortsverein statteten den Einsatzkräften ihren Besuch ab. Wie jedes Jahr dankten sie einerseits den Aktiven für ihren Dienst, nahmen aber auch Wünsche als Hausaufgabe mit. Dabei wurde deutlich: Die Menschen in Sulzbach-Rosenberg können sich auf die Rettungskräfte in der Stadt verlassen. Auch wenn hie und da der Schuh drückt.

Mit Vorsitzendem Achim Bender machten sich neben Mitgliedern der Stadtratsfraktion und des Ortsvereins auch Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl, die stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann sowie Bürgermeister Michael Göth auf den Weg. Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck, der stellvertretende Leiter der Inspektion Sulzbach-Rosenberg, ging zunächst auf die Personalstärke ein.

Er machte deutlich, dass vergleichbare Städte einen höheren Personalstand hätten. Die Sicherheitslage in der Herzogstadt sei stabil, zum Vorjahr gebe es keine großen Veränderungen. Die Einsätze im ausgedehnten Gebiet der Polizeiinspektion würden unter großen Anstrengungen gestemmt. Er bat darum, auf politischer Ebene für eine bessere personelle Ausstattung zu werben.

Umschulung regeln

27 hauptamtliche Mitarbeiter hat das örtliche BRK, 20 ehrenamtliche davon im Rettungsdienst. 4500 Einsätze sind pro Jahr allein hier zu stemmen. Diese Zahlen berichtete Leiter Erwin Gräml mit weiteren Verantwortlichen. Als großes Problem sehen die Verantwortlichen das neue Gesetz zur Ausschreibung für Rettungsdienst-Stellplätze. Hier appellierten sie an die politisch Verantwortlichen, zum Roten Kreuz zu stehen.

Es gibt einen neuen Ausbildungsberuf, den Notfallsanitäter. Hier seien die Umschulungen der bisherigen Mitarbeiter leider noch nicht geregelt. Als Wunsch an die Politik nannte das BRK auch, dass die Steuerfreigrenze für die ehrenamtliche Aufwandsentschädigung erhöht werden müsse.

Einzige Staffel Bayerns

Interessante Einblicke in die Arbeit der rund 50 Aktiven erhielten die Genossen auch beim Technischen Hilfswerk. Ortsbeauftragter Markus Meiller und sein Team informierten die Gäste. Das THW vor Ort hat die derzeit einzige Hundestaffel des Verbands in ganz Bayern.

Die letzten beiden Jahre lief deshalb am Standort ein Pilotprojekt für Personenspürhunde. Das sind Hunde, die auf Individualgeruch trainiert werden, was einen enormen hohen Aufwand bedeutet. Die übrigen Hunde sind für Flächen- und Trümmersuche ausgebildet. Die Suche nach vermissten Personen macht auch einen Großteil der Einsätze des THW aus. Hinzu kommt die technische Hilfeleistung, zum Beispiel bei Hochwassereinsätzen. Bei einem kurzen Rundgang durchs Haus konnten sich die Besucher von den gelungenen Sanierungen der letzten Jahre überzeugen.

Wie alle Rettungsorganisationen plagen auch das THW Nachwuchssorgen. Umso mehr freut sich Meiller über die aktive Jugendgruppe. Sorgen bereiten den Aktiven die fehlenden Tore bei den Garagen. Hier kann sich der Marder im Moment "austoben".

Gleichstellung gewünscht

Ein weiteres Anliegen betrifft die Besitzer der Vierbeiner bei der Hundestaffel. Anders als zum Beispiel bei der Polizei sind diese Hunde Privateigentum. Sie wünschen sich, dass ihre Tiere Diensthunden gleichgestellt werden und zum Beispiel Futtergeld erhalten.
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