FWS/FDP-Fraktion informiert sich in Erlangen
Flüchtlinge Chefsache

Die Erlanger Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß (Vierte von links) informierte die FWS/FDP-Politiker, darunter die Kreisräte Hans Pickel (links), Dr. Martin Pöllath (Dritter von links) und Hans-Jürgen Reitzenstein (Fünfter von links), über die Flüchtlingspolitik in ihrer Stadt. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.08.2015
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(gac) Um zu lernen, wie man an die Herausforderung des Flüchtlings-Zustroms andernorts herangeht, war die Kreistagsfraktion von FWS und FDP zum Erfahrungsaustausch in Erlangen. Seit zwölf Jahren ist Dr. Elisabeth Preuß (FDP) in Erlangen 3. Bürgermeisterin und für Asyl-, Integrations- und Schulpolitik zuständig.

"Die Grundstimmung gegenüber Flüchtlingen ist in Erlangen heute positiv", sagte Elisabeth Preuß. Das führte sie unter anderem auf die Informationsveranstaltungen für Anwohner von Flüchtlings-Unterkünften zurück. Hier standen alle beteiligten Ämter der Stadt vor Ort Rede und Antwort. In Erlangen ist Flüchtlingspolitik Chefsache: Oberbürgermeister Dr. Florian Janik (SPD) besucht regelmäßig Unterkünfte für Flüchtlinge. Auch bei der Integration ist die Stadt vorangegangen. So gibt es seit Jahren muslimischen Religionsunterricht in deutscher Sprache ("Erlanger Modell"). Ein Integrationsleitbild wurde erarbeitet und eine Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft gegründet. "Für die Integration sind die Helferkreise von besonderer Bedeutung", berichtete Preuß. In der Stadtverwaltung gibt es eine Mitarbeiterin, die sich um die Koordination und die interkulturelle Fortbildung der Freiwilligen kümmert.

Ein großes Problem ist der Wohnungsmangel in Erlangen, der dazu führt, dass auch Ausländer mit gesichertem Aufenthaltsstatus in Containerbauten untergebracht werden müssen. "Hier haben wir im ländlichen Raum Vorteile", stellte FWS/FDP-Fraktionschef Hans-Jürgen Reitzenstein fest. Im Landkreis Amberg-Sulzbach konnten bisher für alle anerkannten Asylbewerber Häuser oder Wohnungen angemietet werden.

"Wir haben gegenüber Menschen, die unter schwierigsten Umständen vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind, eine moralische Verantwortung", sagte Kreisrat Dr. Martin Pöllath. Das Beispiel Erlangen spornte die FWS/FDP-Politiker an, dieser menschlichen Verpflichtung im Landkreis weiterhin gerecht zu werden.
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