Ganz artistisch Müll gefischt

Allein die elf Helfer von "Edelweiß" Rosenberg trugen einen ganzen Pkw-Anhänger voll Abfall zusammen. Bilder: rlö (3)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2014
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Eigentlich eine undankbare Aufgabe, den Dreck aufzusammeln, den gedankenlose oder schlampige Zeitgenossen an Straßenrändern oder Grünanlagen im Stadtgebiet hinterlassen. Umso erfreulicher, dass doch wieder rund 100 Helfer beim "Ramadama" antraten.

Die Bürger, die für das Allgemeinwohl Engagement zeigen, kamen am Samstag aus zwölf Vereinen und Jugendgruppen mit dem "Auftrag", im Stadtgebiet bei der Aufräumaktion für ein einigermaßen sauberes Umfeld zu sorgen. Das alles auf freiwilliger Basis an einem Tag, der ja meist für die Familie oder eigene Arbeit in Haus und Garten reserviert ist.

Zu tun gab es aber dann wirklich genug: Von alten Autoreifen über Flaschen, Dosen, verrostete Fahrradteile, Farbkübel, jede Menge Plastikmüll und Papier bis hin zum lebensgroßen Ferkel aus Weichgummi reichte die Liste der unrühmlichen Hinterlassenschaften, mit denen sich die Abfallsammler konfrontiert sahen.

Bäuchlings am Ufer

Teilweise waren schier artistische Einlagen notwendig, um an den Müll zu gelangen, wie etwa am Spitzerbach im Breitenbrunner Tal, wo Helfer bäuchlings am Ufer lagen, um jede Menge Flaschen aus dem Wasser zu fischen. Nach zwei Stunden "Müll-Schürfen" waren alle Teilnehmer zur gemeinsamen Brotzeitrunde beim Technischen Hilfswerk versammelt. Die für die Gesamtorganisation Verantwortlichen, Dr. Armin Rüger, Wolfgang Ertl, Jörg Melchner und Reinhard Kräuter, zeigten sich mit dem Ablauf hochzufrieden. Wolfgang Ertl dankte nicht nur allen fleißigen Abfallsammlern, sondern ebenso der Entsorgungsfirma Veolia, dem THW-Team und dem Amt für Abfallwirtschaft des Landkreises mit Hans Riederer für ihre Unterstützung. Diesem Dank schloss sich auch 1. Bürgermeister Michael Göth gerne an.

Kalender als Geschenk

Alle freiwilligen Helfer, die mit ihrem Einsatz ein löbliches Beispiel für Gemeinsinn lieferten, dürfen sich noch auf einen Lions-Adventkalender samt entsprechender Gewinnmöglichkeit freuen.

In zwei Jahren wird es dann sicher wieder heißen "Auf zum Ramadama", denn die Gedankenlosigkeit der zahlreichen Umweltsünder ist offenbar nicht auszurotten.
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