Gastwirte klagen ihr Leid

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.07.2015
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Politik und Wirtshaus - das gehört in Bayern zusammen. Nun diskutierten aber nicht die Gäste am Stammtisch, sondern die Gastronomen selbst. Sie hatten Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger (CSU) eingeladen, um aktuelle Probleme zu besprechen. Laut Mitteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ging es vor allem um die Einführung des Mindestlohnes und die Pflicht, die Arbeitszeiten zu dokumentieren. Auch die Allergenkennzeichnung mit der unterschiedlichen Behandlung von Privat- und Vereinsfesten war Thema.

Der Mindestlohn an sich sei für die Gastronomie kein Problem, heißt es in der Presse-Info. Wohl aber der bürokratische Aufwand zur Erfassung der geleisteten Arbeitszeit und die starre Arbeitszeitregelung. In der Gastronomie sei es eben nicht möglich, einen Arbeitstag fix durchzuplanen, da der Gastronom sich jederzeit flexibel nach den Wünschen der Gäste richten müsse. "Es ist nicht möglich eine Veranstaltung von vorneherein zeitlich einzugrenzen und damit eine konkrete Personalplanung vorzunehmen."

Nicht weniger schikanös sei die Pflicht, sich von Zulieferern eine Garantie geben zu lassen, dass sie den Mindestlohn bezahlen. Solche Vorgaben wirkten sich negativ auf den ländlichen Raum aus, weil besonders kleine und mittelständische Betriebe leiden müssten.
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