Gemeinschaft als Stärke

Die "freigesprochenen" Probeimker freuen sich mit Vorsitzendem Helmut Heuberger (links), Bienenfachwart Alexander Titz (rechts) und Gesundheitswart Konrad Hubmann (vorne rechts), die als Ausbilder fungierten. Bild: wsb
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.10.2014
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Die Beschäftigung mit Bienen ist faszinierend. Es ist, als ob man in eine Wunderwelt eintaucht. Als Imker hat man dabei immer ein gutes Gefühl, da man ja gleichzeitig die Natur schützt. Zum Einstieg in die Imkerei ist aber viel Wissen notwendig. In der Herzogstadt wird das erfolgreich vermittelt.

"Mit Bienen zurück zur Natur", unter diesem Motto stand die zweijährige Ausbildung der Probeimker 2013 beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Seit 2010 geht der Verein bayernweit einen neuen Weg in der Imker-Ausbildung und hat mit seinem neuen Lehrbienenstand am Feuerhof alle Möglichkeiten dafür geschaffen.

Traditionell erhalten die Nachwuchsimker des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg im Herbst beim Probeimkertag ihren "Gesellenbrief". In diesem Jahr verabschiedete der Verein 15 Probeimker, die am Lehrbienenstand ihre zweijährige Ausbildung absolviert hatten.

Theorie und Praxis

Bienenfachwart und Projektleiter für das "Imkern auf Probe", Alexander Titz, zeigte in seinem Rückblick auf, dass an 15 Schulungswochenenden die Nachwuchsimker mit den praktischen und theoretischen Kursen jetzt das Grundwissen in der Imkerei erfolgreich abgeschlossen haben.

Das neue Ausbildungskonzept des Bienenzuchtvereins zählt inzwischen zu den erfolgreichsten in ganz Bayern. Dazu gehöre auch die Ausbildungskooperation mit dem Imker-Kreisverband Sulzbach-Rosenberg. Hier haben die Ortsvereine die Möglichkeit, ihre Nachwuchsimker am Lehrbienenstand in der Herzogstadt ausbilden zu lassen.

Diese Möglichkeit nutzten in der Ausbildungszeit 2013/14 die Imkervereine aus Jura-Högen und Illschwang-Birgland. Der Imkerverein Jura-Högen mit Vorsitzendem Günther Gottsmann hatte hier fünf Probeimker und der Imkerverein Illschwang-Birgland mit Vorsitzendem Günter Mertel eine Probeimkerin in der Ausbildung am Lehrbienenstand. Alle Imker gehen jetzt nach ihrer erfolgreichen Ausbildung wieder in ihren Heimatverein zurück. Derzeit hat der Verein noch weitere 30 Probeimker in der Ausbildung, die jetzt im neuen Bienenjahr ihren zweiten Ausbildungsabschnitt beginnen.

Um diese logistische und fachliche Herausforderung bewältigen zu können, hat der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg, derzeit sechs Ausbilder bzw. Betreuer am Lehrbienenstand. Ihre Aufgabe ist es, den Imkernachwuchs fachlich zu beraten und auch nach deren Ausbildung bei Problemen zu unterstützen.

Modernes Konzept

"Das Ausbildungskonzept funktioniert aber nur in der Gemeinschaft", erklärt Bienenfachwart Alexander Titz. Ohne die Unterstützung des Vereins und des Kreisverbandes Sulzbach-Rosenberg in Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen sei die Imker-Ausbildung in diesem Umfang nicht möglich.

"Der Gemeinschaftssinn ist unsere Stärke und dazu gehört auch in Anbetracht der derzeitigen Entwicklung der Imkerei ein modernes und erfolgreiches Schulungskonzept," informierte der Experte.

Der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg habe diese Zeichen frühzeitig erkannt und erfolgreich umgesetzt. Mit dem Programm: "Generation21 - gemeinsam Imkern" gehen jetzt die Sulzbach-Rosenberger Imker diesen neuen Ausbildungsweg.
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