Gemeinschaft St. Georg schließt sich Flüchtlingshilfe an
Ein Knoten im Hilfsnetz werden

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.11.2015
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Die Pfadfinder werden ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen und Helfern tatkräftig bekunden: Bei ihrer Hauptversammlung beschloss die Gemeinschaft St. Georg Sulzbach einstimmig, ein aktuelles Positionspapier, das die Mitglieder zur gemeinsamen Hilfe aufruft.

Riesiges Programm

Vorsitzender Thomas Zellerer blendete zurück auf ein vielfältiges Programm, in dem sich als Höhepunkte der Liederabend auf der Kuhfelshütte, diverse Wanderungen, Teilnahme an kirchlichen Festen, Landkreislauf, Bilderabend und als Flaggschiff das Vater-Kind-Zeltlager am Ausee mit 130 Teilnehmern fanden.

Tobias Gräf und Christian Schön berichteten für die Stammesleitung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von konstant 60 Mitgliedern, massiver Mitgliederwerbung, Renovierungsarbeiten am Pfadfinderheim und vielen Außenaktivitäten in ganz Europa bis hin zum Sommerlager an der Nordsee. 2016 stehen Schweden, USA und Kanada auf dem Programm.

Für die GSG Regensburg berichtete Vorsitzender Alois Auer von umfangreichen Sanierungen auf der Althütte, er dankte den Helfer-Teams. Kurätin Maria Witt sprach Gedanken zum Christkönigsfest und zur christlichen Nothilfe. Dann traten drei Gäste in den Vordergrund: Hans Lauterbach, Michael Kernl, Paul Wolf von der Initiative Sulzbach-Rosenberg hilft stellten ihre Arbeit für die Flüchtlinge vor.

"Für Sulzbach-Rosenberger ist es selbstverständlich zu helfen", lautete ihr Credo. Aus einer Grundidee habe sich dann allmählich die jetzige Gemeinschaft gebildet. "Die Stadt hat kein rechtsradikales Potenzial, aber es gibt viele Verunsicherungen, die sich dann mehr oder minder stark in den Foren niederschlagen", berichtete Hans Lauterbach. Deswegen hätten die Helfer ein Konzept als Notfallplan aufgebaut und vorhandene Strukturen als Hilfsnetz verwoben.

Gegen Vorurteile

Er räumte auch mit den Vorurteilen auf, die Flüchtlinge trügen teure Klamotten und hätten alle Handys: "Wenn Sie flüchten müssten, dann zögen Sie auch nicht Ihre ältesten Klamotten an. Und wer begibt sich schon auf eine wochenlange Reise ins Ungewisse, ohne eine Kontakt- oder Navigationsmöglichkeit?", fragte er in die Runde. Dazu käme, dass auch viel Markenware über Kleiderlager als Spende in Umlauf komme. Peter Zimmermann von der GSG stellte das Positionspapier vor: Die Gemeinschaft St. Georg mit ihren 220 Mitgliedern als Träger des pfadfinderischen Leitgedankens werde offiziell im Namen ihrer Mitglieder an Stadt, Landkreis und die Organisatoren vor Ort herantreten und sich bereiterklären, bei Bedarf Hilfe zu leisten.

Das könne sein durch Mithilfe im Kleiderlager, bei Sprachkursen oder durch die Übernahme von Wohnungspatenschaften, zu denen man Kontakt aufnehme und Unterstützung im täglichen Leben anbiete.
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