Gewerkschaft sieht für Landkreis große Lücke voraus
Wohnraum knapp

Gute Aussichten für geschickte Maurer: Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung müssen im Landkreis Amberg-Sulzbach bis 2020 rund 1240 neue Wohnungen gebaut werden. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.06.2015
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In den kommenden fünf Jahren müssen im Landkreis rund 1240 neue Wohnungen gebaut werden. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung hin. Die Gewerkschaft beruft sich auf Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Allein in diesem Jahr werden demnach etwa 220 zusätzliche Wohnungen im Landkreis gebraucht.

"Bei vielen Altbauten - gerade aus der Nachkriegszeit - lohnt sich eine Sanierung wirtschaftlich kaum noch. Damit fallen nach und nach immer mehr Wohnungen weg. Gleichzeitig kommen mehr Zuwanderer zu uns", sagt Karl Toth, Gewerkschaftssekretär der IG BAU Oberpfalz. Außerdem gebe es einen Trend zu Ein-Personen-Haushalten. "All das lässt den Bedarf an neuem Wohnraum steigen."

Toth fordert, beim Neubau besonders den bezahlbaren Wohnraum im Blick zu haben: "Wir brauchen in Amberg-Sulzbach mehr Wohnungen für Normal- und Geringverdiener. Außerdem gibt es einen enormen Mangel an altersgerechten Wohnungen. Auch das Angebot bei Sozialwohnungen ist schon seit langem mehr als dürftig. Selbst wer einen Wohnberechtigungsschein hat, hat oft kaum eine Chance, auch tatsächlich eine Sozialwohnung zu bekommen." Diese Situation könne sich bei weiter steigenden Flüchtlingszahlen bald zuspitzen.
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