Grillen am Achterdeck

Grillparty an Bord des Minenjagdbootes an der Tirpitzmole: Zwei Soldaten legen für die Besucher aus der Oberpfalz die Steaks auf, später dann noch Würstchen und Scampi-Spieße. Die Besatzung um Kapitänleutnant Karl Malucha hatte ein interessantes Programm für die Gäste zusammengestellt. Bild: Sandig
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.04.2015
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Zwei Männer schüren den Grill an. Ist die Glut heiß genug, wird aufgelegt: erst Steaks, später dann noch Würstchen und Scampi-Spieße. Über der Tirpitzmole dämmert der Abend, doch an Bord geht die Party jetzt erst so richtig los.

Das Fleisch brutzelt auf dem Grill, am Büffet türmen sich verschiedene Salate, Kräuterbutter, Tzatziki und andere Saucen sowie Baguette als Beilagen. Die Grillparty auf dem Minenjagdboot ist der Willkommensgruß der Besatzung der "Sulzbach-Rosenberg" für die Gäste aus der Patenstadt, ein herzlicher Empfang in Kiel.

Schlüsselanhänger aus Tau

Links und rechts der Tirpitzmole, an der das berühmte Segelschulschiff Gorch Fock seinen Liegeplatz hat, wenn es denn im Heimathafen ist, reihen sich wie Perlen an einer Schnur Boote des 3. Minensuchgeschwaders, zu dem auch die "Sulzbach-Rosenberg" gehört, aneinander. Die Aida fährt am Marinestützpunkt vorbei, durch die Förde hinaus aufs offene Meer. Nach elf Stunden Busfahrt war die Delegation - Stadträte, Mitarbeiter der Verwaltung, Mitglieder von Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg und Kirwaleit Rosenberg - am Freitagabend eingetroffen. Mitgebracht hatte sie, wie sollte es auch anders sein, Bier aus ihrer Heimat. Dieses und zwei geräucherte Schinken überreichte Hauptamtsleiter Johann Gebhardt an den Kommandeur der Besatzung. Kapitänleutnant Karl Malucha revanchiert sich mit Tauwerk-Schlüsselanhänger, die seine Soldaten geknotet haben.

Bilder von Kristina Sandig

Auf großes Interesse stößt die Besichtigung des Minenjagdbootes, vor allem bei all jenen, die zum ersten Mal mit an Bord sind. Der Rundgang führt in den Maschinenraum, aber auch auf die Brücke. Wachoffizier Christian Greger erklärt, wie Schiffe mittels Signalflaggen miteinander kommunizieren, ehe die Gruppe einen Blick in die Kombüse - so heißt die Küche auf einem Schiff - wirft. Erstaunt sind alle, wie wenig Platz in den Mannschafts-Kabinen ist. Maritime Begriffe gehen den Oberpfälzern schnell in Fleisch und Blut über: Der Koch auf einem Schiff ist der Smut, die Mahlzeiten werden in der Messe eingenommen.

Ausflug nach Flensburg

Ob bei einem Ausflug nach Flensburg, beim Abend in einer Kieler Brauerei oder beim Abschieds-Brunch am Sonntag auf dem Schiff: Die Abordnung aus Sulzbach-Rosenberg und die Soldaten tauschen sich ausgiebig aus. Ehe sich alle versehen, ist es Sonntag und die Oberpfälzer treten den Heimweg an.
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