Große Chance für Rosenberg

Objektmanager Bernhard Dobler (Dritter von rechts) und Berater Karl Reyzl (Zweiter von links) erläuterten den CSU-Politikern um Ortsvorsitzenden Dr. Patrick Fröhlich (links), Fraktionsvorsitzenden Dr. Stefan Morgenschweis (Zweiter von rechts) und MdL Dr. Harald Schwartz (rechts) die Herausforderungen auf der Übersichtskarte. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.01.2015
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Seit vielen Jahren liegt das Gebiet der Maxhütte brach. Viele politische Initiativen sind am komplizierten Sachverhalt rund um Denkmalschutz, Bodenbelastung, Eigentum und Finanzen gescheitert. Von einer Chance, bei der alle nur gewinnen können, spricht Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz.

Um sich von der aktuellen Situation ein Bild zu machen, besichtigte CSU-Ortsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich zusammen mit Fraktionsvorsitzendem Dr. Stefan Morgenschweis und Stadtrat Karl Reyzl unter Führung des Objektmanagers Bernhard Dobler das MH-Areal. Mit Schwartz erhielten sie prominente Unterstützung. "Der Ostbereich des MH-Areals ist bereits saniert und der Austausch des belasteten Bodens erfolgt. Hier haben die Aicher-Gruppe als Eigentümer und der Freistaat Bayern gemeinsam eine gute Lösung zur finanziellen Beteiligung gefunden. Dafür wollen wir auch an dieser Stelle danke nach München sagen", hob Dobler zunächst hervor.

Wie es jedoch mit dem wesentlich größeren Westbereich und der Frage rund um den Denkmalschutz weitergeht, ist noch offen. "Als Aicher-Gruppe sind wir ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Region bewusst, können jedoch auch keine massiven Verluste mit der Sanierung des Areals im Kauf nehmen", unterstrich Dobler.

Man habe daher ein Konzept erarbeitet, das eine Mischung aus Wohnbebauung und gewerblicher Nutzung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und der Erinnerung an die Geschichte ermögliche, erklärte Stadtrat und Berater Karl Reyzl. "Allein aufgrund meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit fühle ich mich der Stadt und dem ehemaligen MH-Gebiet eng verbunden. Ich will endlich eine zukunftssichere und optimale Folgenutzung sicherzustellen."

Dazu bedürfe es allerdings des Zusammenhalts aller. "Nur so können wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen. Wir haben eine große Chance für die städtebauliche Entwicklung Rosenbergs. Gewerbeflächen auszuweisen, ist ohnehin längst Konsens." Allerdings sei jetzt in altlastfreien Bereichen eine Nutzung zu Wohnzwecken geplant.

Dass dabei die Erinnerung an die Montan- und Stahlgeschichte nicht zu kurz kommen dürfe, hob Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis hervor. "Es ist eine besondere Aufgabe, Vergangenheit und Zukunft zu verbinden. Daher halte ich es für wichtig, den Bereich um den Hochofen als Denkmal zu erhalten und für Veranstaltungen wie den alljährlichen Weihnachtsmarkt in einmaligem Ambiente weiter nutzbar zu machen. Die Entscheidung hierüber im Stadtrat sollte gemeinsam über Parteigrenzen getroffen werden."

Dass jedoch finanziell dicke Bretter zu bohren seien, verhehlte Morgenschweis nicht. "Wir reden alleine für Sanierung und Erhalt der Hochofenplaza von mehreren Millionen Euro. Ohne den Freistaat werden wir dies definitiv nicht schultern können."
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