Große Ehre für den Nachbarn

Höhepunkt der Prunksitzung ist traditionsgemäß der Showtanz der Knappnesia-Garde.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.02.2015
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Ein prall gefülltes Show-Programm, zahllose fantasievolle "Maschkerer", der vermisste Rathausschlüssel des Göth Michl und Martin Preuß, der 2. Bürgermeister der Nachbarstadt Amberg als neuer Ehrensenator: Jede Menge Höhepunkte bei der großen Prunksitzung der Knappnesia am Samstag im Wagnersaal in Großenfalz.

Das letzte große Faschingsereignis stand am Samstag in Großenfalz an, die Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Knappnesia begann mit dem großen Einzug der Aktiven, der närrischen Hoheiten Joachim II. und Johanna I. sowie dem Kinderprinzenpaar Andre I. und Celine I. Nichts Schöneres gebe es im Leben, als im Fasching zu regieren, meinte Joachim I., auch André I. fand es super, mit seiner Prinzessin Kinderprinzenpaar sein zu dürfen.

Ehrensenatoren brauche die Knappnesia, erklärte deren Präsident Christian Kellner, da sei man heuer in Amberg fündig geworden mit Martin Preuß, dem 2. Bürgermeister der Nachbarstadt. Dieser erhielt Urkunde und Narrenkappe. Es sei für ihn eine große Ehre, so der neue Ehrensenator, bei einer derart tollen Truppe sein zu dürfen. Funkenmariechen Vanessa wirbelte übers Parkett, einen Michael-Jackson-Mix tanzten Marina und Tobi, bevor der Sträflingszug St. Georg seinen Auftritt hatte.

Wo ist der Schlüssel?

Lange Bärte hatten die Witze von Genoveva, "dem Herbertla sei Frau", schon, sie waren trotz einer großen Kinderschar im Wagnersaal deftig und hatten fast nur ein Thema, an das sich Genoveva dank ihrer etwas weiter zurückliegenden Jugend nur noch bruchstückartig erinnern konnte. Dass "das Herbertla" da schlecht wegkam, ist klar: Sie verglich ihn mit einem Barock-Tisch: blanke Platte und krumme Beine.

Flott war der Auftritt der Amberger Rock-'n'-Roll- und Boogie-Woogie-Formation Quick Feet und um den von Michl Göth vermissten Rathausschlüssel befasste sich der Theatergruppe des Heimat- und Kulturvereins Ammerthal: Mutter Anna, die Heilige Maria, der Erzengel Michael und die Heilige Barbara zerrissen sich die Mäuler, weil der Bürgermeister seinen Rathausschlüssel nicht mehr finden konnte.

Michael Göth sei letztes Jahr im Stress gewesen, denn nach 16 Jahren habe er endlich geheiratet und für "anständige Verhältnisse" gesorgt. Damit er den Hochzeitstag nie vergesse, habe Göth als Hochzeitstermin den 7. März gewählt, den Geburtstag seiner Frau. Gestresst sei der Bürgermeister auch von vielen offiziellen Auftritten (neues Feuerwehrauto in Rosenberg, neues Feuerwehrhaus in Sulzbach). Da müsse man genau unterscheiden, "denn die Rosenberger wollen keine Sulzbacher sein und umgekehrt noch viel weniger."

Geismann weiß Rat

Klarheit über den Schlüsselverbleib brachte ein Anruf beim Geismann Gerd, der sich erinnern konnte, dass im Fasching immer dem Bürgermeister der Rathausschlüssel von den Narren abgenommen wird. Aber am Aschermittwoch werde der Schlüssel wieder zurückgegeben.

Um das Wohlergehen des Knappnesia-Ehrenpräsidenten Franz Kick musste man fürchten beim Tütü-Auftritt des Männerballetts: Der Sulzbach-Rosenberger Obernarr kam vor lauter Lachen kaum noch zum Luftholen, überlebte aber.

Legendäre Hits

Höhepunkt der Prunksitzung war natürlich der Showtanz mit den "One Hit Wonders", Melodien, so Christian Kellner, die jeder kenne, auch wenn sie nur einmal und nur für kurze Zeit in den Hitlisten waren, aber schnell vom Musikhimmel wieder verschwanden. Längst sei in Vergessenheit geraten, wer "Don't worry, be happy" gesungen hat, oder "It's raining men", "All right now" und "Funky time" gesungen hat.

Das Ende der Prunksitzung nutzte der Präsident, um allen zu danken, die zum Gelingen dieser Faschingssession beigetragen hatten, als stille Helfer, bei der Organisation des Ostbayerischen Faschingszugs oder bei Training und Choreographie der Garden und der Show-Auftritte.
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