Grüne Schutzengel gelandet

Wenn Busse, Autos und Schüler gemeinsam am Haupteingang der Pestalozzischule ankommen, geht es ganz schön eng zu. Die Polizei hatte ein strenges Auge darauf, dass dort das Pkw-Halteverbot eingehalten wurde.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.09.2015
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Der Schulranzen ist fast so groß wie der ganze Kerl. Die Beine sind etwas wackelig ob der zusätzlichen Last. Es geht am Gehsteig entlang in Richtung Pestalozzischule. Vorbei rauschen unzählige Fahrzeuge. Überwege müssen gemeistert werden. Für Abc-Schützen nicht ohne Probleme. Die Polizei hat sich da jetzt etwas einfallen lassen.

Ganze zwei Wochen werfen die Ordnungshüter seit Schulbeginn verstärkt ihre Blicke auf gefährliche Stellen an den Grundschulen. Bei der sogenannten Schulwegüberwachung, die unter dem Dach der bayernweiten Aktion "Sicher zur Schule - sicher nach Hause" läuft, sind junge Beamte in Ausbildung von der Bereitschaftspolizei an den neuralgischen Punkten im Einsatz.

Wie der Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, Oberkommissar Uwe Aulinger, als Koordinator der Aktion erklärt, rücken bei der Polizei im Rahmen der Ausbildungspartnerschaft mit der BePo die Jahn- und Pestalozzischule für 14 Tage in den Fokus. Postiert sind die angehenden Beamten an gefährlichen Straßenstellen, Fußgängerüberwegen, Ampeln oder direkt bei den Anfahrten zu den Schulen.

Gerade an diesen Stellen zeigen sich Eltern oft uneinsichtig, indem sie ihre Sprösslinge mit dem Auto bis vor den Schuleingang fahren. Hier aber herrsche absolutes Halteverbot, um eine reibungslose Anfahrt der Busse zu gewährleisten. Sei dies nicht der Fall, entstünden völlig unübersichtliche Situationen, die neben Behinderungen auch Unfälle heraufbeschwören könnten, schildert der Beamte seine Erfahrungen.

Helfer gesucht

"Durch den Einsatz der Polizisten an den Schulen hat sich die Parksituation in den letzten Tagen schon deutlich verbessert", weiß Aulinger beim Pressegespräch zu berichten. Wie er weiter mitteilt, sei auch an der Jahnschule durch Straßenbaumaßnahmen eine besondere Lage gegeben. Hier werde ab nächster Woche an der Ecke Oberschwaigstraße/Hugo-Geiger-Straße eine Ersatzbushaltestelle eingerichtet. Die Begleitung der Kinder zur Schule übernehmen dann Schulweghelfer oder die "grünen Schutzengel" von der Bereitschaftspolizei aus der Wagensaß.

In diesem Zusammenhang appelliert Uwe Aulinger an Eltern und Großeltern, sich als Schulweghelfer zur Verfügung zu stellen. An der Jahnschule sei gegenwärtig nur ein Helfer aktiv. Insgesamt habe es bei diesem wichtigen Dienst, der in aller Regel morgens 20 bis 25 Minuten in Anspruch nehme, im Stadtgebiet einen gewaltigen Aderlass gegeben.

"Im Interesse der eigenen Kinder wäre es wichtig, dass sich hier wieder mehr Freiwillige bereiterklären", appelliert der Verkehrserzieher.
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