Grünes Wissen und Können

Die Jagdkurs-Teilnehmer mit ihren Ausbildern bei der Abschlussfeier: 14 bestanden sofort, vier müssen im September noch in die Nachprüfung. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.08.2015
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Sie kennen jetzt die Tiere des Waldes, wissen Bescheid über Jagdrecht, die Pflanzenwelt und den Naturschutz, und sie können natürlich schießen und treffen: Das "Grüne Abitur" - der Jagdschein - stellt hohe Anforderungen. Der Sulzbacher Kurs hat sie wieder einmal gemeistert.

14 Jungjäger des Jahrgangs 2014/15 haben den Kurs in der BJV-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg erfolgreich abgeschlossen und freuten sich ausgiebig beim Abschluss in Kümmersbuch bei der Familie Weiß. Auf vier weitere wartet im September noch eine Nachprüfung. Die Feier rundete eine harte, aber intensive und interessante Lernphase ab. Dass die Ausbildung trotz enormer Zeitverkürzung im Vergleich zu früher nicht leichter wird, würdigte Kursleiter Harry Vogel. Er betrachtete den großen Zeitaufwand, den die angehenden Jäger seit Beginn betrieben hätten, und hieß sie im Kreise der Waidmänner willkommen. Jetzt gelte es, Gelerntes umzusetzen und täglich neue Erfahrungen zu gewinnen. Dass es viel zu lernen gab, beweist ein Blick in die Themen.

Fülle von Themen

Wald- und Landbau, Natur- und Artenschutz hießen die Fachgebiete von Gerd Ponkratz, für jagdliche Praxis und Hundewesen zeichnete Harry Vogel verantwortlich. Ludwig von Stern informierte über Recht, Reinhold Hahn übernahm die theoretische Waffenausbildung und die Handhabe, unterstützt von Erich Worbs und Michael Nagler.

Praktisches Schießen lehrten Oswald Götz und Alfons Siegert, Dr. Günther Baumer referierte über Fleischhygiene und Wildkrankheiten und Harald Lammerich schließlich über die Wildtierkunde. Im Mai lief die schriftliche Prüfung, es folgten die mündliche, ebenfalls am Amt für Landwirtschaft Amberg kurz danach, im Kurs-Lokal Zum Bartl der Test in praktischer Waffenhandhabung und das Schießen im Juni in der Fatzen am BJV-Schießstand.

Mit dem Dank verknüpfte Harry Vogel auch Gratulationen an die frisch gebackenen Jungjäger: Der Lehrgang sei mit vielen Opfern an Freizeit verbunden gewesen. Er hoffe, dass die Grundsätze der Waidgerechtigkeit stets von allen beherzigt würden, so der Leiter.

Lehrer gaben alles

"Sie werden bald feststellen, dass es nicht nur schwer war, ein Jäger zu werden, sondern auch schwer ist, einer zu sein", meinte Vogel zur aktuellen Lage hinsichtlich der vielen Anfeindungen gegen Jagd und Jäger. Zum Lehrgang selbst "glaube ich behaupten zu können, dass wir Lehrer alles gegeben haben, um Sie durch die Prüfung zu bringen".

Schließlich hätten fast alle Teilnehmer die Aufgaben gemeistert. "Sie können stolz darauf sein, die bayerische Jägerprüfung absolviert zu haben", fügte Vogel im Hinblick auf bundesdeutschen Prüfungstourismus an.

Urkunde und Abzeichen

Er wies auch auf die Angebote der BJV-Kreisgruppe hin: Schießtraining mit Meisterschaften, Hundeausbildung, Jagdhornblasen, informative Wanderversammlungen zu aktuellen jagdpolitischen Themen, Gesetzesänderungen und auch Fachthemen. Harry Vogel übergab die Urkunde und das BJV-Abzeichen.
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