Gute Pflege für Kropf und Darm

Vorsitzender Jürgen Speigl (links) und 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein (rechts) gratulierten den Preisträgern Horst Wiesend und Hans Liebl (Zweiter und Dritter von links). Bilder: Huber (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.04.2015
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Ehrungen für die Deutschen Meister und ein Fachvortrag über Tiergesundheit standen beim Geflügelforum im Mittelpunkt. Bei dieser überregionalen Veranstaltung suchten rund 180 Besucher den Austausch über ihre züchterische Leidenschaft.

Beim 22. Forum freute sich Jürgen Speigl als Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg und Umgebung, im Wulfen-Saal in Kauerhof besonders über den starken Zuspruch. Interesse zeigten unter anderem Bezirksvorsitzender Willibald Roauer, Tierarzt Dr. Markus Mahal und die aus Bremen angereiste Referentin des Abends, Dr. Maren Neumann- Aukthun, bereits zum dritten Mal beim Forum in Sulzbach-Rosenberg.

3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein stellte das Geflügelforum als Höhepunkt im Vereinsleben heraus. Dies bedeute auch eine große Bereicherung im Veranstaltungskalender der Stadt , was durch den überregionalen Zulauf unterstrichen werde. Im Namen der Herzogstadt überreichte er an die Deutschen Meister Hans Liebl und Klaus Dippmar eine Medaille.

Titel errungen

Beide errangen diesen Titel gegen große Konkurrenz bei der Verbandsschau der Deutschen Taubenzüchter in Ulm - Hans Liebl mit der Farbentaubenrasse Bernhardiner Schecken, und Klaus Dippmar mit der Formentaubenrasse Deutsche Schautauben.

Des Weiteren nahm Horst Wiesend vom Vorsitzenden ein Präsent als Anerkennung für seine züchterischen Leistungen entgegen. Er errang beim Siegerringwettbewerb bei der LIPSIA-Ausstellung in Leipzig mit seinen Antwerpener Smerlen den 2. Platz.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Dr. Neumann-Auk-thun. Ihr Thema: "Gesundheit kommt vom Schnabel in den Darm". Untermalt mit einer umfangreichen Power-Point-Präsentation gelang es der Referentin, komplexe Sachverhalte verständlich zu übermitteln. Die Kernaussage lautete, dass beim Geflügel und insbesondere bei den Rassetauben auf Kropf- und Darmgesundheit zu achten ist. Die praktizierende Tierärztin stellte bei der Gesunderhaltung der Tierbestände das Immunsystem in den Mittelpunkt und unterschied dabei das angeborene und das im Laufe des Wachstums erworbene Immunsystem. Nur bei Letztgenanntem bestehe für den Züchter die Möglichkeit, unter anderem durch optimale Haltungsbedingungen und Fütterung positiv einzuwirken.

Neues Programm

Mit praktischen Beispielen unterstrich die Referentin danach diese These. Im Zusammenhang mit der sogenannten Jungtaubenkrankheit berichtete sie von einem von ihr ins Leben gerufenem Forschungsprogramm im Zusammenhang mit der Tierärztlichen Fakultät der Universität Hannover.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine nachhaltige Verminderung von Trichomonadenbefall und somit die bereits angesprochene Kropfgesundheit zielführend seien. Eine rege Diskussion rundete die Veranstaltung ab.
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