Gutes Jahr für Bank und Stadt

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.06.2015
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Der Titelgewinn der Mannschaft von Joachim Löw war das Ergebnis von zehn Jahren harter Arbeit. Nur wer am Ball bleibt, hat auch Aussicht, seine Ziele zu erreichen. Die Raiffeisenbank gehört dazu: Bei der Versammlung der Vertreter gab es trotz des Zinstiefs einige wichtige Erfolgsmeldungen.

Es galt, die Revisionsberichte zu hören und danach die erforderlichen Beschlüsse zu fassen: Bei der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG im Gasthof Heldrich am Forsthof bekamen die Vertreter umfangreichen Einblick in die Bankgeschäfte 2014.

Erfolg wird nicht gesehen

Nach dem Rechenschaftsbericht des Aufsichtsrates durch Vorsitzenden Dieter Heldrich umriss Hans Renner kurz die globale Lage: Große Geschäftsbanken müssten weiterhin vom Staat gerettet werden. "Auch wir werden durch Einzahlung in den Bankenabwicklungsfonds für systemrelevante Großbanken haften - obwohl wir davon niemals profitieren werden." Der Erfolg des deutschen Modells der Genossenschaften werde nicht wahrgenommen.

Historisches Zinstief

Die Zinsen auf klassische Spareinlagen seien auf einem historischen Tiefststand, ein Ende der Niedrigzinsphase nicht in Sicht. Im persönlichen Gespräch entwickle die Raiffeisenbank den richtigen Mix aus Geldanlagen. Dazu gehörten Tages- oder Termingeld, Sparbuch, aber auch Sondersparformen, Fonds oder Anlagen mit staatlicher Förderung. Renner dankte den 85 Mitarbeitern in acht Geschäftsstellen.

"Die Zinsspanne, unsere wichtigste Ertragssäule, schmilzt langsam dahin. Trotzdem wird es bei uns nach derzeitiger Zinslage keine negativen Zinssätze für Einlagen unserer Privatkunden geben", versprach der Bank-Chef. "Geht es den Menschen und dem Mittelstand hier in Sulzbach-Rosenberg und Umgebung gut, dann geht es auch der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg gut. Das Jahr 2014 war ein gutes Jahr für Sulzbach-Rosenberg und Umgebung." Das anhaltend niedrige Zinsniveau habe den Mut, jetzt in die eigene Firma oder die eigenen vier Wände zu investieren, zusätzlich beflügelt.

Das lasse sich auch in der Bilanz ablesen: "Mit 171,1 Millionen Euro lag die Summe der Ausleihungen per 31. Dezember um 1,7 Prozent über Vorjahresniveau. Diesem positiven Effekt für die Einlagenseite standen höhere Abflüsse aufgrund der hohen Investitionsbereitschaft unserer Kunden entgegen." Per Saldo führte dies zum Zuwachs der Gesamteinlagen von 3,0 Prozent. Das Kundengesamtvolumen 2014 stelle zufrieden: "In allen Bereichen hat die Bank ihren Wachstumskurs fortgesetzt!"

Volumen gesteigert

Mit einer "tollen Mannschaftsleistung" sei es gelungen, das Volumen um 4,3 Prozent auf 653 Millionen Euro zu steigern. Der Überschuss der Zinsspanne habe sich dagegen von 2,17 Prozent auf 2,15 Prozent verringert. Mit den Gesamtkosten für das Jahr 2014 sei das Niveau des Vorjahres sogar leicht unterschritten worden. Renner nannte einige Zahlen aus dem Jahresabschluss:

Bilanzsumme 360,5 Mio. Euro

Betriebsergebnis 574 559 Euro

Dividende 3,5 % 182 000 Euro

gezahlte Steuern 816 000 Euro

Investitionen vor Ort 200 000 Euro

Teilhaber zum 31.12.2014 8193

Gesamteinlagen 279,7 Mio. Euro.

Die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses ergab keinerlei Beanstandungen, einstimmige Entlastungen folgten. Für die Raiffeisen-Lagerhaus Amberg-Sulzbach GmbH legte Prokurist Hans Pilhofer zufriedenstellende Zahlen vor. Der Gesamtumsatz lag hier bei 32,3 Millionen Euro.

Oberrevisor Michael Kippes vom Genossenschaftsverband leitete die Neuwahlen zum Aufsichtsrat, bei denen Vorsitzender Dieter Heldrich und Norbert Riha wieder ins Gremium entsandt wurden. Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann und Bürgermeister Michael Göth würdigten die "Bank in Ihrer Nähe".
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