Hallen-Traum rückt näher

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.09.2015
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Groß genug für eine Schule mit 12 Klassen, 30 Meter lang, 17 Meter breit und 5,5 Meter hoch, in Holzbauweise errichtet, mit einem Sanitärtrakt aus Stahlbeton und einer Holzverschalung: So präsentiert sich die neue Halle der Jahn-Grundschule. Architekt Martin Kunert stellte sie im Bauausschuss vor. Klappt alles, ist schon 2016 Baubeginn für das 2,36-Millionen-Projekt.

Zwei unterschiedliche Bauarten treffen sich an der Jahn-Schule: Die Hallenkonstruktion ist ein Holzständerbau mit Brettschichtbindern, außen verkleidet mit einer senkrecht stehenden Lattung. Das Nebengebäude mit Sanitärtrakt umläuft die Halle an Süd- und Westseite und ist aus Stahlbeton.

Geplant seien Heizkörper als Konvektoren, eingebaut zwischen Prall- und Außenwand, erläuterte der Planer, Dipl.-Ing. (FH) Martin Kunert. Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Hallenbeleuchtung mit Schalteinheiten und elektrisch öffnende Fensterflügel kämen hinzu.

Photovoltaik möglich

Den behindertengerechten Zugang stellt eine Hebebühne neben der Treppe am Zugang dar. Eine Rampe sei hier technisch nicht zu verwirklichen. 5,5 Meter Hallenhöhe seien ausreichend für Schulsport und Übungszwecke der Vereine. Für diese ist ein Geräteraum mit 35 Quadratmetern vorgesehen. Auf dem 3,5-Grad-Flachdach könnte eine Photovoltaik-Anlage entstehen. Die Dimension habe der Klimaschutzmanager mit 28,62 kWp errechnet.

Da auch die Kanal-Anbindung saniert werden soll, plädierten Christian Steger (CSU) und Karl-Heinz Kreiner (FDP/FWS) für eine bessere Trasse bzw. eine komplette Abwasser-Umplanung im Bereich Waldbad/Jahnschule. Dies werde geprüft, versicherte Martin Kunert. Regenwasser wird nicht abgeleitet, sondern über eine Anlage neben der Halle versickert. Steger brach auch gleich eine Lanze für die Holz-Fassade: Sie sei an dieser Stelle besser als eine Putzschicht, der erfahrungsgemäß dann Moos- oder Algenbefall drohe. "Holz hält einige Jahrzehnte, wenn es einmal vorbehandelt wird!"

Für etwas Irritationen sorgte der Passus "Keine außerschulischen Veranstaltungen in der Halle": Gemeint seien damit, so die Stadtbaumeisterin, nicht die Vereinsaktivitäten sportlicher Art, sondern öffentliche Großveranstaltungen nach der Versammlungsstättenverordnung mit mehr als 200 Personen wie Konzerte. Für die Schule gelte diese Personenbeschränkung natürlich nicht, da die Teilnehmer hier ortskundig seien. Wesentlich erhöhte Brandschutzauflagen wären die Folge, wollte man die Halle für solche Zwecke nutzen, das sei aber auch nicht die Absicht.

Start schon nächstes Jahr

Der Bauausschuss stimmte der Sitzungsvorlage (Bauweise, Gestaltung, Hebebühne, Höhe, Geräteraum etc.) geschlossen zu und empfahl dem Stadrat, die bauliche Umsetzung zu beschließen, sofern die Haushaltslage die Mittel für die Baujahre 2016-17 ermöglicht. Falls die Regierung dem vorzeitigen Baubeginn zustimmt und die schulaufsichtliche Genehmigung da ist, könnten die Bauarbeiten in den Sommerferien 2016 beginnen. Der Antrag wird von der Verwaltung bis 30. Oktober eingereicht.
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