Hans bläst den Hochofen an

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.05.2015
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Hans Söllner: bayerisches Urgestein, Liedermacher, Quertreiber - oder einfach "die wilde Sau aus Reichenhall". Am 1. August ist er da. Dann gehört ihm die Hochofen-Plaza.

Hans Söllner feiert aber auch dieses Jahr sein 35. Bühnenjubiläum. Doch der von vielen so genannte bayrische Dylan tut es seinem Idol gleich und führt seine "Never Ending Tour" auch 2015 fort. Und die bringt ihn auch nach Sulzbach-Rosenberg. Am Samstag, 1. August, macht der Söllner einen Zwischenhalt auf der Maxhütte Hochofen-Plaza in Rosenberg.

Karten gibt es schon

Mit von der Partie sind neben Hans Söllner noch Julia Christl und Fuadadeimuada. Einlass für das Konzert ist um 17 Uhr, los geht es um 18 Uhr. Karten im Vorverkauf zum Preis von 27 Euro plus Gebühr gibt es unter anderem bei der Amberger Zeitung (Tickettelefon 09621/306-230) oder bei Der Neue Tag in Weiden und an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet. Das Konzert selbst ist nicht bestuhlt, es steht aber ein großer Biergarten zum Verweilen zur Verfügung. So ganz allein wollte Hans Söllner nicht in die Oberpfalz kommen. Darum hat er sich aus dem großen Pool an Bewerbern zwei Künstler aus selbiger ausgesucht: Julia Christl und Fuadadeimuada.

Antwort auf Tori Amos

Julia Christl bereitet sich derzeit zwar noch auf ihr Staatsexamen vor, am 1. August wird sie aber hoffentlich auf eine bestandene Prüfung zurückblicken und mit ihrem "Serendipity-Pop" - so nennt sie diese Musikrichtung selbst - das Fest eröffnen. Sie komponiert all ihre Lieder selbst, gewann den dritten Platz beim letztjährigen Amberger Nachwuchsfestival und sie wird vom Veranstalter ganz vollmundig als die deutsche Antwort auf Tori Amos bezeichnet.

Fuadadeimuada ist eine schräge Kapelle aus Regensburg. Eben erscheint ihre dritte CD mit dem geheimnisvollen Titel "Flucht aus Goaßmass-City", die sich thematisch - strikt getrennt nach den beiden Grundpfeilern der Adoleszenz - in "verliebt" und "sehr betrunken" teilt.

Sie mögen nicht den konstanten Beat, der einem immer am Tanzen hält, es geht ihnen viel mehr um Songs und Texte, die auf ewig verfolgen sollen. Fuadadeimuada mögen tanzbare und exotische Rhythmen, die primitive Energie des Rock'n'Roll, eingängigen Powerpop und den Surf-Sound für das verklärte Ideal der goldenen Küste Kaliforniens - alles auf gut Boarisch.

Hans Söllner selbst kommt endlich einmal wieder mit seiner Vier-Mann-Band zu diesem Sommer-Open-Air, nachdem er in letzter Zeit ja vor allem als Solist unterwegs war. Er hat schon immer den Politikern und "Großkopferten" ganz genau auf's Maul geschaut. Das hat ihm nicht nur Ärger durch unzählige Hausdurchsuchungen und Gerichtsverhandlungen eingebracht, das hat ihn auch ein ganzes Stück Geld und Lebensqualität gekostet.

Trotzdem ist er nie müde geworden ,gegen Ungerechtigkeit und staatliche Bevormundung anzukämpfen - bis zum heutigen Tag. Haben sich die Themen auch gewandelt - die Marihuana-Legalisierungskampagne ist dem Kampf um ein gerechteres Schulsystem gewichen - Söllner ist sich selbst und seinen Fans treu geblieben.
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