Hans bläst den Hochofen an

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.07.2015
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Quertreiber - oder einfach "die wilde Sau aus Reichenhall": Hans Söllner, bayerisches Urgestein und Liedermacher, gastiert am Samstag, 1. August, in Sulzbach-Rosenberg. Dann gehört ihm die Hochofen-Plaza.

Hans Söllner feiert heuer sein 35. Bühnenjubiläum. Der von vielen sogenannte bayerische Dylan tut es seinem Idol gleich und führt seine "Never Ending Tour" auch 2015 fort.

Karten gibt es schon

Mit von der Partie sind neben Söllner noch Julia Christl und Fuadadeimuada. Einlass für das Konzert ist um 17 Uhr, los geht es um 18 Uhr. Karten im Vorverkauf zum Preis von 27 Euro (plus Gebühr) gibt es unter anderem bei der Amberger Zeitung (Tickettelefon 09621/306-230) oder bei Der Neue Tag in Weiden und an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet. Das Konzert selbst ist nicht bestuhlt, es steht aber ein großer Biergarten zur Verfügung.

Antwort auf Tori Amos

Julia Christl bereitet sich derzeit zwar noch auf ihr Staatsexamen vor, am 1. August wird sie aber hoffentlich auf eine bestandene Prüfung zurückblicken und mit ihrem "Serendipity- Pop" - so nennt sie diese Musikrichtung selbst - das Fest eröffnen. Sie komponiert all ihre Lieder selbst, gewann den dritten Platz beim Amberger Nachwuchsfestival 2014 und wird vom Veranstalter ganz vollmundig als deutsche Antwort auf Tori Amos bezeichnet.

Fuadadeimuada ist eine schräge Kapelle aus Regensburg. Eben erscheint die dritte CD mit dem Titel "Flucht aus Goaßmass-City", die sich thematisch - strikt getrennt nach den beiden Grundpfeilern der Adoleszenz - in "verliebt" und "sehr betrunken" teilt. Sie mögen nicht den konstanten Beat, der einem immer am Tanzen hält, es geht ihnen viel mehr um Songs und Texte, die auf ewig verfolgen sollen - alles auf gut Boarisch.

Hans Söllner selbst kommt mit seiner Vier-Mann-Band zu diesem Sommer-Open-Air, nachdem er in letzter Zeit ja vor allem als Solist unterwegs war. Er hat schon immer den Politikern und Großkopferten ganz genau aufs Maul geschaut. Das hat ihm nicht nur Ärger durch unzählige Hausdurchsuchungen und Gerichtsverhandlungen eingebracht, das hat ihn auch ein ganzes Stück Geld und Lebensqualität gekostet.

Trotzdem ist er nie müde geworden, gegen Ungerechtigkeit und staatliche Bevormundung anzukämpfen - bis zum heutigen Tag. Haben sich die Themen auch gewandelt - die Marihuana-Legalisierungskampagne ist dem Kampf um ein gerechteres Schulsystem gewichen - Söllner ist sich selbst und seinen Fans treu geblieben.
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