Haushaltsausschuss des Landtags besichtigt Maxhütte - Gesamtkonzept fehlt
"Es muss jetzt was passieren"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.01.2015
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"Wir haben schon genug Zeit verloren. Es muss jetzt was passieren." Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD) hat seine Kollegen aus dem Haushaltsausschuss des Landtags für Montag, 26. Januar, 11 Uhr, zu einem Ortstermin auf das Gelände des ehemaligen Stahlwerks Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg eingeladen.

Die Ortsbegehung habe er in einer Sitzung spontan vorgeschlagen, nachdem die Grünen das Thema angesprochen hätten. "Mir war es wichtig, dass wir da überparteilich aktiv werden", erklärte Strobl am Freitag. Aus den Reihen des 20-köpfigen Gremiums habe er bislang acht Zusagen erhalten - Parlamentarier von allen im Landtag vertretenen Parteien seien darunter. "Das ist schon mal eine gute Ausgangslage", betonte der Abgeordnete aus Schnaittenbach. Positiv stimme ihn auch, dass Eigentümer Max Aicher an dem Treffen teilnehmen wolle. Denn dieser sei in erster Linie gefordert, wenn es um ein Zukunftskonzept für das dahinrostende Industriedenkmal geht. "Er kommt, das hat er mir zugesagt."

Entwurf liegt vor

Strobl erwartet am Montag nicht den großen Durchbruch. Um einen stimmigen Masterplan zu erarbeiten, seien noch viele Gespräche nötig. So wie am Dienstag, 27. Januar, im Sulzbach-Rosenberger Stadtrat. Bürgermeister Michael Göth hat das Thema Weiterentwicklung des Maxhütten-Areals auf die Tagesordnung der um 16 Uhr beginnenden Sitzung gesetzt. Auch hierzu sind Vertreter der Aicher-Gruppe eingeladen. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Joachim Bender, verweist auf den schon seit geraumer Zeit vorliegenden Entwurf für den Umbau der Hochofenplaza. Fünf Millionen Euro wären nötig, um wenigstens diesen Teil des Stahlwerks so zu gestalten, dass hier öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. "Das ist nicht viel im Vergleich zu den 500 Millionen Euro, die der Freistaat jedes Jahr für die Verwaltung und die Instandsetzung seiner Schlösser, Burgen und Museen ausgibt."

Bender könnte sich vorstellen, einen Teil der Maxhütte als Denkmal zu erhalten, einen anderen Teil abzubrechen. Was fehlt, ist nach Ansicht der Sozialdemokraten ein Gesamtkonzept und jemand, der sich den Hut aufsetzt. Auch in der Frage der Zuständigkeiten möchten die SPD-Vertreter bei dem Termin am Montag einen Schritt weiter kommen.
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