Hautnah bei Don Quijote

Stadtführung in Villanueva de los Infantes: die HC-Schüler zusammen mit ihren Betreuungslehrern Alexander Voss und Tonja Scherzer bei Don Quijote und seinem treuen Pferd Rosinante. Bild: ksb
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.05.2015
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Feurige Gitarrenklänge, Flamenco und spanische Gastfreundschaft durften die Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA) in Villanueva de los Infantes hautnah erleben. Es war die letzte Station innerhalb des EU-geförderten "Comenius"-Projekts.

Unter dem Arbeitstitel "A Taste of Different Cultures" setzten sich die Zehntklässler über einen Zeitraum von zwei Schuljahren mit den unterschiedlichen Kulturen und landestypischen Traditionen in Europa auseinander. Neben theoretischem Wissen ging es den Gymnasiasten um Studienrat und Projekt-Initiator Alexander Voss auch darum, ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Dazu bereisten die Jugendlichen im Laufe des Projekts die Heimatländer ihrer fünf Partnerschulen.

In Madrid gelandet

Nach Besuchen in Ungarn, der Türkei, Italien und Polen machten sich die Schüler mit ihren Betreuungslehrern Tonja Scherzer und Alexander Voss auf den Weg nach Spanien. In Madrid gelandet, gab es nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch allerhand landestypische, kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken.

An der spanischen Partnerschule präsentierten die Schüler ihrem Jugendreiseführer das Projekt, an dem sie in den vergangenen Monaten gemeinsam unter Hochdruck gearbeitet hatten. Die Freude über das Wiedersehen mit den Projektteilnehmern aus den übrigen Ländern war entsprechend groß.

In Villanueva de los Infantes machten die Gäste aus der Oberpfalz nicht nur Bekanntschaft mit Don Quijote und seinem treuen Pferd Rosinante, sondern erlebten auch spanisches Lebensgefühl hautnah. Beim gemeinsamen Tanzen stellten die Oberpfälzer Gymnasiasten ihre Flamenco-Künste unter Beweis.

Ein Bad im See

Die Schüler erkundeten nicht nur die Altstadt von Toledo, die mit ihrer Kathedrale Santa Maria seit 1986 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, sondern besichtigten auch die elf, aus dem 16. Jahrhundert stammenden Windmühlen von Consuerga. Nach einem Ausflug zum Lagunas de Ruidera, sorgte ein Bad im See bei rund 30 Grad für eine willkommene Abkühlung.

Eine White Party

Die HCA-Delegation nahm am traditionellen Cruces de Mayo-Fest teil, bei dem überall in der Stadt mit farbenprächtigen Bändern, Blumen und Bildern geschmückte Kreuze die Straßen säumen.

Auf einer White Party war die Stimmung ausgelassen; bei Musik aus den unterschiedlichen Teilnehmerländern genoss man den letzten gemeinsamen Abend. Der Abschied aus Spanien, aber auch von den neu gewonnenen Freunden aus den Partnerschulen war tränenreich.

Für künftige Generationen

Am Ende waren sich die Schüler einig: Die Teilnahme am Comenius-Projekt war eine Erfahrung, die sie definitiv nicht missen möchten. Viele positive Erlebnisse, der Blick über den eigenen Tellerrand und das Entstehen neuer Freundschaften seien ein Garant dafür, dass dieses Projekt ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben werde. Das HCA, so hieß es in einer Pressemitteilung dazu, freue sich sehr, dass sich aus dem Projekt Schulpartnerschaften ergeben haben, die auch künftigen Schülergenerationen Auslandserfahrungen möglich machen werden.
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