HC Sulzbach bleibt nach 18:39-Debakel gegen HaSpo Bayreuth nur Galgenhumor
Kollektives Versagen

Der siebenfache Torschütze Daniel Luber war der einzige Sulzbacher in Bayreuth, der noch Spaß am Spiel hatte. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.03.2015
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Es gibt Tage, da wäre man am besten im Bett geblieben. Einen solchen erwischten die Sulzbacher Bayernliga-Handballer am Samstag. Natürlich wussten sie, dass HaSpo Bayreuth zurzeit in Topform spielt, natürlich wussten sie auch, dass die Chancen ohne Jiri Smolik, der sich im Training verletzte, auf ein Minimum gesunken waren. Doch dass sie mit so einer Klatsche nach Hause geschickt werden würden, das hatten sie nicht erwartetet.

Fehler am laufenden Band

39:18 stand es nach 60 grausamen Minuten, in denen den Gastgebern alles gelang und die Herzogstädter ihr Waterloo erlebten. Nach dem Spiel herrschte nur noch Galgenhumor bei den Sulzbachern: "Wenn wir mit einem Tor verloren hätten, wäre die Enttäuschung noch größer gewesen." Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Nach einem schnellen 4:0 stand es nach knapp zehn Minuten 10:2. Die Partie war bereits entschieden, denn in keinem Sulzbacher Gesicht war etwas zu erkennen, was wie Gegenwehr aussah. Mit dieser Einstellung war es dann natürlich kein Wunder, dass die Gäste Fehler am laufenden Band produzierten. Man traute kaum seinen Augen und fragte sich, ob das die gleiche Mannschaft war, die noch vor einigen Wochen gegen den selben Gegner ihr bestes Saisonspiel gemacht hatte.

Davon waren die nun völlig verunsicherten Oberpfälzer an diesem Tag weit entfernt. Die Bayreuther machten, angeführt von Irrwisch Marius Hümpfer, was sie wollten und spielten ihre Überlegenheit gnadenlos aus. Das Resultat war dann auch ein hochverdienter 19:6-Halbzeitstand, der keine Fragen offen ließ. Da seine Stammsieben kollektiv versagt hatte, setzte Trainer Pavel Krizek nach der Pause auf seine Nachwuchskräfte, die es etwas besser machten. Begünstigt durch die Tatsache, dass sich die Bayreuther nun in der Abwehr etwas zurücknahmen, hatte zumindest Daniel Luber noch Spaß am Spiel. Der Sulzbacher schaffte sieben Treffer und etablierte sich als sicherer Strafwurfschütze.

Aus den Köpfen löschen

Am Debakel änderte sich dadurch natürlich nichts. Der Gastgeber hatte noch nicht genug vom Torewerfen und baute den Vorsprung bis zum Ende auf historische 39:18 Treffer aus. Für den Sulzbacher Trainer Pavel Krizek steht in dieser Woche nun vor allem Ursachenforschung und Seelenmassage an. Er muss den Ausflug nach Oberfranken schnell aus den Köpfen seiner Jungs löschen.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Luber (7/3), Marco Forster (3), Björn Kreyßig (2), Laugner (1), Toni Kreyßig (1), Kristian Forster (1), Krizek (1), Klee (1), Florian Funke (1), Brockstedt, Benjamin Funke.
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