Hehre Motive für die Politik

Verdiente Mandatsträger aus dem Landkreis zeichnete Landrat Richard Reisinger im Auftrag des bayerischen Innenministers mit kommunalen Dankurkunden aus. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.11.2014
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Landrat Richard Reisinger zitierte einen altgedienten Kommunalpolitiker, der einmal sagte: "Das ist der Sitzfleischorden." Gemeint hat er damit die kommunale Dankurkunde. Verliehen wurde sie an Bürger, die sich kommunalpolitisch engagiert haben. Sitzfleisch haben sie allemal bewiesen, aber doch auch das eine oder andere bewegt.

Sie waren im Kreistag sowie in Stadt- und Gemeinderäten aktiv, sie gehörten verschiedenen Ausschüssen an, sie engagierten sich in Ehrenämtern: Zusammengerechnet brachten es die 46 Mandatsträger, denen Landrat Richard Reisinger am Mittwochabend im König-Ruprecht-Saal die Dankurkunden aushändigte, auf 846 Jahre in der kommunalen Selbstverwaltung. Ein bisserl Sitzfleisch war schon nötig, schließlich überreichte Reisinger jedem Einzelnen die Urkunde und gratulierte ihm. Doch der Landrat hatte den Geehrten und den Bürgermeistern oder deren Vertretern, die ihre Bürger begleitet hatten, im Vorfeld eines versichert: "Sie müssen nicht Ihre App auf Bayern München hier programmieren, sie können das Spiel zu Hause verfolgen." Champions-League hin oder her: Nichtsdestotrotz lud er die Gäste nach dem offiziellen Teil zu einem Imbiss und einem interkommunalen Zusammensein ein.

Scherzhaft betonte Reisinger, dass die Auszeichnung keine Pensionsurkunde sei. "Sie sollen nicht in den Ruhestand hinausgewürdigt werden", sagte er. Alle seien einst aus hehren Motiven in den Dienst ihrer Gemeinden und Städte getreten. Er erwähnte auch, dass die Mandatsträger auf die Wertschätzungsspirale der Bürger träfen. Und die erklärte der Landkreis-Chef so: Am Anfang höre der Gewählte, es sei schön, dass er sich engagiere. Später komme die Aussage, dass er für dieses oder jenes doch auch zuständig sei. Und schließlich heiße es: "Sie sind schuld." 43 Menschen wurden für 18 Jahre in der Kommunalpolitik geehrt, Hans Zacharias für 28, Ute Bender für 24 und Engelbert Müllner für 20.
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