"Heimat wird aufgewertet"

10 000 Euro gab es aus der Städtebauförderung für die Bushaltestelle am Luitpoldplatz. Bürgermeister Michael Göth (rechts) zeigte dem Bundestagsabgeordneten Alois Karl, was aus dem Geld geworden ist. Bild: lnr
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.08.2015
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Etwas mehr als zwei Millionen Euro flossen seit 1971 aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz in die Herzogstadt. Jetzt ist neues Geld in Aussicht.

Der Bundestagsabgeordnete Alois Karl (CSU) besuchte am Donnerstag die Herzogstadt um Bürgermeister Michael Göth mitzuteilen, dass aus dem Bund-Länderprogramm 120 000 Euro für Sulzbach-Rosenberg eingeplant sind. Der Freistaat Bayern legt den gleichen Betrag obendrauf. Allerdings ist das noch nicht ausdrücklich genehmigt. Die für heuer vorgesehenen 240 000 Euro sollen ins Maxhüttengelände fließen. Der Schwerpunkt im Stadtteil Sulzbach liegt ansonsten auf Sanierung und Entwicklung, wohingegen in Rosenberg der soziale Stadtbau im Vordergrund steht.

Insgesamt 200 000 Euro

Karl und Göth besichtigten bei einem kurzen Spaziergang durch die Herzogstadt bereits fertiggestellte Maßnahmen, die von Bund und Ländern gefördert wurden. Dazu zählen die Kunst-Fischer-Gasse und die Neutorgasse, die in den Jahren 2011 und 2012 mit insgesamt 200 000 Euro bezuschusst wurden. Sowie das im vergangenen November fertiggestellte Bushäuschen am Luitpoldplatz, das mit 10 000 Euro gefördert wurde.

"Hier haben wir Granitpflaster verlegen lassen", sagt Göth in der Neutorgasse. "Das ist natürlich teurer als anderes Pflaster oder Asphalt, aber das ist ein Teil des historischen Ortskerns, den wir erhalten müssen."

Sulzbach-Rosenberg hat seit dem Bestehen des städtebaulichen Denkmalschutzprogramms 1971 knapp über zwei Millionen Euro aus dem Programm bezogen. Die Stadt muss ein Drittel der gesamten Kosten selbst tragen.

Eigentümer motiviert

Die Städtebauförderung soll Strukturen nachhaltiger gestalten. Vor allem Bereiche mit hohem Leerstand und Brachflächen rücken dabei ins Blickfeld. "Dadurch fühlen sich auch private Eigentümer motiviert, ihre Häuser in diesen Gebieten wieder in Schuss zu bringen", hofft Göth. Die Städtebauförderung kommt auch der Region zugute: 90 Prozent der handwerklichen Bauleistungen werden von lokalen Betrieben ausgeführt.
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