"Herbst-Kleid" soll passen

Akrobatik von Berufswegen: Eine Baumpflege-Firma aus Lauf stellte bei der Kläranlage in Unterschwaig einen 40-Meter-Steiger auf, um morsche Äste in luftiger Höhe zu entfernen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.11.2014
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Bei der Stadtgärtnerei brummt es so richtig. Die Beschäftigten wissen fast nicht, wo sie zuerst hinlangen sollen. Laub entsorgen, Mäharbeiten oder Sträucherrückschnitt stehen auf dem Plan. Eigentlich Routine, aber manchmal wird's bunt und gelegentlich akrobatisch.

Unter der Erde schlummern sie schon und warten auf das nächste Frühjahr. 8000 Blumenzwiebel sind gesteckt - Narzissen, Tulpen und Kaiserkronen. Es ist die Arbeit der Ziergärtner, die sich auf alle Flächen in städtischem Besitz von der Heimaterde bis zur Wagensaß erstreckt. Das gilt aber genauso für alle anderen Tätigkeiten, mit der die Gärtnerei betraut ist.

"Die Witterung kommt uns zurzeit wirklich sehr entgegen. Solange es noch keinen Frost gibt, können wir uns mit Mäharbeiten und der Laubbeseitigung beschäftigen", sagt Stadtgärtnermeister Klaus Herbst. Diese beiden Arbeiten haben Priorität, laufen im gesamten Stadtgebiet und können - je nachdem was Frau Holle macht - noch über einige Wochen andauern.

Parallel dazu stehen Sträucherschnitt und Baumpflege auf der Tagesordnung. Letztere übernimmt eine Spezialfirma aus Lauf mit einem 40-Meter-Steiger und versierten Kletterern, die ganz akrobatisch in den Baumkronen turnen, um schadhaftes Geäst zu entfernen. Es gibt wenig Zeit zum Verschnaufen. Die Frauen und Männer "in Orange" müssen sich mächtig ins Zeug legen, um der Herzogstadt ein schönes "Herbst-Kleid" überzustreifen.

Winterdienst steht an

Ob am Lerchenfeld, an der Kläranlage, auf dem Hubberg, an der Jahnschule oder am Rohrwerk - überall rattern die Häcksler und Mäher, herrscht emsiges Treiben. Koordiniert werden alle Arbeiten in der Zentrale der Stadtgärtnerei am Erl-heimer Weg. Gärtnermeister Klaus Herbst und sein "Vize" Richard Eagan können über mangelnde Arbeit nicht klagen - noch dazu steht jetzt auch die Schichtplanung für den Winterdienst an. Dieser wird wie immer in enger Absprache mit dem Bauhof über die Bühne gehen. Die Stadtgärtnerei ist dabei für die Geh- und Radwege, Treppen und Fußgängerüberwege zuständig. Vier Räumfahrzeuge, drei Handräumer sowie verschiedene Handstreuer bietet die Abteilung auf, um vor allem für die Fußgänger die Gefahren durch Eis und Schnee zu bannen.

Unterstützt werden die Gärtner in der kalten Jahreszeit bei ihren Aufgaben zusätzlich von den drei Schwimmmeistern. Die Dienste laufen natürlich auch am Wochenende, zu Zeiten, in denen viele Bürger noch in den warmen Betten liegen. Abgearbeitet wird bei den Einsätzen immer eine Prioritätenliste, zuerst die stark frequentierten Schul- und alle Fußgängerüberwege.

Ein großer Teil der Tätigkeiten wie Laubabtransport oder Sträucherschnitt läuft also eher in Braun- und Grautönen ab. Trotzdem kommt bei der Gärtnerei auch im November immer wieder Farbe ins Spiel: Viele Pflanztröge und öffentliche Flächen erfreuen den Betrachter mit bunten Blumenmischungen - auch ein wirksamer Beitrag gegen die spätherbstliche Tristesse. (Angemerkt)
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