Herbstversammlung des Kreisjugendrings: Ausbildung der Gruppenleiter ausdehnen
Aktives Zugehen auf junge Flüchtlinge

Sie setzen sich für Flüchtlinge ein: Von links Patrick Skrowny, Monja Leitgeb, Cornelia Bäuml und Dr. Horst Pongratz vom Jugendring. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.11.2014
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Eine neue Willkommenskultur für Asylsuchende und Flüchtlinge ist erforderlich: Zu diesem Schluss kamen die Delegierten der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Amberg-Sulzbach im Rathaussaal in einem einstimmig angenommenen Antrag. Vereine und Organisationen wurden aufgefordert, in diesem Sinne tätig zu werden.

Konstruktiver Dialog

Die Anzahl von Mandatsträgern an der Herbstvollversammlung zeige, welche Bedeutung der Kreisjugendring genieße, freute sich Landrat Richard Reisinger, der sich zugleich für den konstruktiven Dialog bedankte. Als positiv bezeichnete es der 3. Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg, Hans-Jürgen Reitzenstein, dass so viele junge Leute den Weg ins historische Rathaus gefunden hätten.

Getreu dem Motto "Stadt und Land Hand in Hand", arbeiteten der Kreisjugendring und der Stadtjugendring Amberg zusammen, versicherte Vorsitzender Dr. Horst Pongratz. Zwar wurde auf der einen Seite durch Beendigung der Mitgliedschaft eines Verbandes (die auf eigenen Wunsch erfolgte) die Delegierten-Anzahl weniger. Da aber der BRK-Jugend künftig zwei Mandate mehr zustehen, bleibe die bisherige Anzahl der Delegierten erhalten, teilte die Vorsitzende Cornelia Bäuml mit. Bei Nachwahlen wurde die Jugendleiterin des THW-Ortsverbandes Sulzbach-Rosenberg, Monja Leitgeb, in den Vorstand des KJR geholt.

Am Fest der Jugendarbeit "Young FeVer", in Kooperation mit dem Amberger Stadtjugendring erstmals durchgeführt, beteiligten sich etwa 20 Jugendverbände und Institutionen mit vielfältigen Aktionen, berichtete die Vorsitzende Cornelia Bäuml. 2016 sei an eine Wiederholung gedacht.

Maxl auf Tour

Im Freizeit- und Ferienprogramm fuhr der Spielebus "Maxl" unter dem diesjährige Motto "Maxl geht Jahrmarkt" 27 Gemeinden an. Zu den weiteren Aktivitäten gehörten die Kreativtage für Kids, ebenso die Aktion Ferienspiele Kids und Teens und die Taschengeldbörse. Schulungen zum Erwerb der Jugendleitercard fanden ebenfalls statt. "Juleica" sei mehr als ein Plastik-Ausweis, betonte der Bezirksvorsitzende Patrick Skrowny. Denn nur ausgezeichnete Jugendleiter halten den Beleg für Kompetenz und Engagement in den Händen. Auch öffne Juleica nicht nur in der Jugendarbeit Türen, sondern wirke sich ebenfalls positiv im Beruf aus. Denn dort spielen "soft skills" wie Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfreudigkeit eine wichtige Rolle. Da von den über 130 000 Jugendleitern, die bayernweit Tag für Tag im Einsatz sind, bisher nur ein Teil "Juleica" besitze, sei noch eine erhebliche Steigerung möglich, appellierte Patrick Skrowny.

Intensiv befassen

Angesicht der zunehmenden Flüchtlingszahlen werde sich der Kreisjugendring 2015 intenstiv mit dieser Thematik befassen, kündigte Cornelia Bäuml an. Neben den regelmäßigen Aktivitäten gebe es 2015 eine Multiplikatoren-Fahrt nach Schottland, wurde in der Jahresplanung aufgeführt. Die Delegierten verabschiedeten den Haushaltsplan, der in den Einnahmen und Ausgaben mit rund 190 000 Euro abschließt.

Vereine und Organisationen sollten auf junge Flüchtlinge zugehen und sie für die Mitarbeit gewinnen. Das wäre im Sinne einer echten Integration. Eine längere Diskussion löste die Frage aus, ob die Vollversammlung immer in der gleichen Gemeinde stattfinden sollten. Die Mehrheit entschied sich, die Frühjahrsvollversammlung in Ensdorf zu halten.
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