Hilfsprojekt Hayag startet im neuen Haus weitere Aktionen
Viel mehr als nur ein Hoffnungsschimmer

Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.05.2015
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Siegfried Kreuzer ist nicht der Typ, der leicht ins Schwärmen kommt, doch nach seiner jüngsten Reise in die philippinische Stadt Cebu sieht man dem Vorsitzenden des Hilfsvereins Hayag ("Licht") an, wie begeistert er von der Entwicklung seines dortigen Projekts ist. "Das neue Haus Hayag ermöglicht uns so viel mehr, als der Preis ausdrückt", sagt Kreuzer. Und der lag immerhin bei rund 100 000 Euro


Konnte man in dem alten Haus Hayag im Slum von Cebu City früher nur zehn Mädchen (im Alter von 16 bis maximal 22) ein Zuhause und eine Ausbildung bieten, so sind es im neuen Domizil schon 25; zehn weitere würde man noch unterbringen. Dazu kommt seit Januar ein Programm, das 30 Kindern, deren Familien es sich sonst nicht leisten könnten, den Schulbesuch ermöglicht, und bei dem die Hayag-Mädchen diesen Kindern zusätzlich Nachhilfe-Unterricht geben.


Dritte Säule ist jeden Sonntag die Verköstigung vom 120 Straßenkindern. "Für sie ist es wichtig, wenigstens einmal die Woche satt zu werden", sagt Kreuzer. "Und außerdem lernen sie dabei auch Anstand, Hygiene und bekommen von uns neue Kleidung." Am meisten freut es Kreuzer, dass die 25 Hayag-Mädchen das alles in Eigenregie managen. "Denn nur so ist es richtig nachhaltig."


Freilich fallen mit den drei Säulen monatliche Kosten von 4000 Euro an, wobei nur 1500 durch die Mitgliedsbeiträge des Vereins abgedeckt sind. 2500 Euro müssen also durch einmalige Aktionen oder Sponsoren aufgebracht werden. Wie etwa die Firmen oder Privatpersonen, die jeden Monat ein Essen für die 120 Straßenkinder - das kostet etwa 100 Euro - zahlen. Die Botschaft, die Siegfried Kreuzer aus Cebu mitgebracht hat, lautet deshalb: "Wir sind weiter auf Hilfe angewiesen. Und die kommt zu 100 Prozent an."
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