Hiltl-Beschäftigte wollen klare Aussagen zur Zukunft
Hosen runter lassen

Mit Transparenten marschierten Hiltl-Belegschaft, Gewerkschaftsvertreter und Politiker am Donnerstag durch Sulzbach-Rosenberg. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.05.2015
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Sehr schlecht informiert, was ihre Zukunft angeht, sehen sich derzeit die 108 Beschäftigten der Sulzbach-Rosenberger Traditionsfirma Hosen-Hiltl: Der Hersteller von weltweit bekannten Herrenhosen soll nach dem letzten Willen der im Oktober 2014 verstorbenen Allein-Gesellschafterin verkauft werden. Die Verhandlungen mit Interessenten laufen bereits.

Die IG Metall organisierte gemeinsam mit Belegschaft und Betriebsrat am Donnerstag einen Demonstrationszug mit Kundgebung. Bevollmächtigter Horst Ott kritisierte dabei scharf die Informationspolitik des Testamentsvollstreckers und Verhandlungsführers. "So geht man nicht mit Menschen um!" Er forderte offene Gespräche mit den Mitarbeitern zur Zukunft des Unternehmens.

Die Belegschaft fürchtet, dass bei einem Verkauf Arbeitsplätze und Standort wegfallen könnten, erklärte Betriebsratsvorsitzender Werner Sperber. An die Erben appellierte er, nicht den letzten Euro herauszupressen, sondern auch an die Mitarbeiter zu denken. Hiltl produziert seit 60 Jahren in Sulzbach-Rosenberg Herrenhosen von höchster Qualität.
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