Hofgarten blüht wieder auf

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.11.2015
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Er glänzte nur 100 Jahre lang, von 1708 bis 1807, und doch ist der einstige Hofgarten untrennbar mit der Stadtgeschichte verknüpft. Jetzt kommt der Name des herzoglichen Schmuckstücks wieder zu Ehren: Dort entsteht ein Zentrum, in dem sich fast alles um das Thema Gesundheit dreht. Im Frühjahr geht's los.

Jahrzehnte standen hier Gewächshäuser, wuchsen Blumen und Gemüse, doch als die Gärtnerei Reinert aufhörte, zeugten nur mehr vom Hagel zerstörte Glasflächen vom einstigen Blühen. Jetzt haben sich Stefan Übler und seine Frau Tina Meister-Übler des alten Hofgartens angenommen: Sie erwarben das Areal und bauen hier ein neues Geschäftshaus.

Bauschutt verarbeitet

Seit geraumer Zeit laufen die Arbeiten auf dem Grundstück Hofgartenstraße 6: Zuerst brachen die Arbeiter die Gewächshäuser ab, dann die alte Gärtnerei und auch das Wohnhaus aus den 60er Jahren. Dem ökologischen Grundgedanken des Projektes zufolge schredderte man den Bauschutt und nahm die vielen Tonnen gleich an Ort und Stelle als Auffüllmaterial. Der Neubau begann.Die Nähe zum Rosenbach führte dann zunächst zu einem wesentlichen Schritt für die Standsicherheit: 60 zwischen 8 und 14,5 Meter lange Betonpfähle, mit einem Durchmesser zwischen 60 und 80 Zentimeter, bilden nun die Gründung für das neue Flachdach-Gebäude. Die Bohrtechnik ist übrigens die gleiche wie bei der Sulzbacher Tiefgarage.

Tiefgründung nötig

Insgesamt, so schätzt Stefan Übler, werden die Mehrkosten für den Untergrund bis zu zehn Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Die Gesamtinvestitionssumme liege im mittleren einstelligen Millionen-Bereich. Das Gebäude selbst ist L-förmig gewinkelt, wobei der längere Schenkel entlang der Rumburgstraße verläuft. Die Einfahrt ins 3500 Quadratmeter große Grundstück teilt sich der neue Hofgarten mit der benachbarten Sozialstation im Südwesten von der Hofgartenstraße aus. Rund 60 Parkplätze werden im Hof großzügig neu angelegt.

Anschluss an Fernwärme

Betonfertigteile lassen das neue, von Architekt Georg Zunner entworfene Haus mit seinen drei Etagen (E+2) schnell Gestalt annehmen. Innen sorgen dann Mauern und Trockenbau für die Aufteilung der insgesamt 2000 Quadratmeter Nutzfläche. Ein großzügiger Aufzug erschließt die Ebenen, das Wärmeverbund-System des Konzeptes sorgt für eine optimale Ausnutzung der Fernwärme, die der vorbeifließende Strang ins Gebäude liefert.

Die Üblers rechnen mit einer Fertigstellung im Frühjahr 2016, dann wird auch die offizielle Einweihung erfolgen. Und der Hofgarten mit seiner exponierten Lage hat wieder ein neues Gesicht - ein für alle Seiten erfreuliches.
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