HSC Coburg II nutzt Sulzbacher Schwächen
Am Ende geht die Luft aus

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.02.2015
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Gut verkauft haben sich die Bayernliga-Handballer des HC Sulzbach am Sonntag mit einer 29:34-Niederlage bei der Reserve des HSC Coburg. Doch am Ende war es ähnlich wie schon im Hinspiel: Gegen eine Truppe, die eigentlich eine Nummer zu groß für die Gäste war, darf man sich kaum Fehler erlauben und muss 60 Minuten lang am Limit spielen.

Die Herzogstädter schafften das nur 45 Minuten, da stand es 25:25, doch dann wurde nicht mehr so konzentriert abgeschlossen und die cleveren Gastgeber nutzten dies zu einem letztendlich verdienten Erfolg. Ohne die erkrankten Brockstedt und Klee und mit den angeschlagenen Laugner und Kristian Forster fehlten dem Trainer einige Wechseloptionen, doch davon merkte man in der ersten Hälfte nur wenig.

Achse auf Eis gelegt

Mit einer überragenden Quote erzielten die Gäste Tor um Tor und wenn die Abwehr auch nur phasenweise den überragenden Coburger Akteur, Konstantin Singwald, genauso im Griff gehabt hätte, wäre mehr als nur eine zwischenzeitliche 12:10-Führung herausgesprungen. Den Superstar der Gastgeber, Haick Karpetian, nahmen die Sulzbacher zwar weitgehend aus dem Spiel, doch dadurch öffneten sich Lücken, die von anderen Spielern genutzt wurden. Den ersten Rückschlag bekamen die Herzogstädter dann nach etwa 20 Minuten, als Marco Forster auf der Außenbahn rüde gefoult wurde und lange Zeit nicht mehr eingesetzt werden konnte. Damit war die eingespielte Achse auf Eis gelegt und es wurde mehr auf Einzelaktionen gesetzt. Immer besser spielt sich dabei Florian Funke in den Vordergrund, der wohl sehr schnell die Problemzonen im Rückraum verkleinern wird. Bis zur Halbzeit blieben die Sulzbacher dran und ließen Hoffnung für die Fans beim Stand von 17:13.

Chancen nicht genutzt

Weitere 15 Minuten änderte sich nicht viel im Spielverlauf. Smolik und die Kreyßig-Brüder spielten ebenso effektiv wie der Coburger Rückraum, doch so langsam merkte man dem Team den Kräfteverschleiß dann doch an. Nach dem 25:25-Zwischenstand unterliefen den Akteuren einige technische Fehler und auch die Chancen gegen eine nicht immer sattelfeste Abwehr der Gastgeber wurden nun nicht mehr so konsequent genutzt.

Diese Schwäche erkannte die Bundesligareserve sofort und setzte sich entscheidend ab (31:26). An diesem Tag und unter diesen Umständen reichte die Moral dann nicht mehr, um eine Aufholjagd wie noch gegen den TSV Lohr zu starten. So verwalteten die Gastgeber das Ergebnis relativ locker bis zum Endstand von 34:29. Die zahlreich mitgereisten Zuschauer verabschiedeten ihr Team trotzdem mit viel Applaus, denn lange Zeit spielte die Mannschaft auf hohem Niveau und mit viel Herz.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Björn Kreyßig (8/3), Toni Kreyßig (6), Florian Funke (5), Smolik (4), Luber (2), Krizek (2), Marco Forster (1), Kristian Forster (1), Laugner, Benjamin Funke.
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