Hühnchen mal ganz anders

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.06.2015
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Dodo aus Nigeria, Chicken Qorma aus Afghanistan, Kulwa aus Eritrea oder Thieboudienne aus dem Senegal - diese Delikatessen bereiteten Flüchtlinge zu. Die Oberpfälzer waren begeistert von dieser traditionellen Kochkunst.

(bba/lz) Das integrative Koch-Projekt am Beruflichen Schulzentrum war für alle Beteiligten eine sehr wichtige und positive Erfahrung. Gemeinsam kochten junge Auszubildende der elften Jahrgangsstufe im Fachbereich Nahrung mit etwa zehn jugendlichen Flüchtlingen aus Syrien, Eritrea oder Nigeria, die am Beruflichen Schulzentrum unterrichtet werden.

Als pädagogische Fachkräfte engagierten sich Studiendirektorin Sabine Fersch, Fachlehrer Bernd Roth und Katrin Lindner von Kolping. Die jungen Männer tauschten sich mit den Fachverkäuferinnen über ihre jeweilige traditionelle Kochkunst aus. Für die jungen Oberpfälzer waren die Lieblingsgerichte der Nordafrikaner schon alleine aufgrund ihrer exotisch anmutenden Bezeichnungen natürlich Neuland. Recherchen im Internet führten aber bald zu den erhofften Resultaten. Dank Unterstützung der örtlichen Geschäfte konnten seltene und ungewöhnliche Zutaten wie Kochbananen beschafft werden. Exotische Gerüche in der Küche, eine problemlose Verständigung und Teamarbeit: Allen machte es Spaß.

Auf den Tisch kamen neue Gerichte wie Fladen mit Sauce, die mit den Händen gegessen werden. Geschmeckt hat es "sagenhaft, scharf und sehr würzig", wie Tina konstatierte. Gekocht wurden unter anderem Dodo (fritierte Kochbananen) aus Nigeria, Chicken Qorma (würziger Hähncheneintopf aus Afghanistan), das unserem Rindergulasch ähnliche Kulwa aus Eritrea und Thieboudienne, ein Fischgericht aus dem Senegal. Dazu wurde Injera, ein spezielles Fladenbrot, gereicht.
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