Hüter der Tradition

Mit Geschenkkörben dankte der Bergknappenverein seinen langjährigen Vorstandsmitgliedern Georg Schaller, Hans Steiner und Hans Rubenbauer (sitzend, von links). Sie waren bei der Hauptversammlung am 6. Januar aus dem Gremium ausgeschieden. Georg Rubenbauer, Armin Kraus und Hans-Jürgen Reitzenstein (hinten, von links) vom Vereinsvorstand dankten ihnen für ihr Jahrzehnte währendes Engagement. Bild: ksa
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.02.2015
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Ehrenmitglieder des Bergknappenvereins sind sie nicht nur in den frohen Stunden, sondern auch in den schweren. Etwa wenn es gilt, einen Kameraden zur letzten Grubenfahrt zu begleiten.

Armin Kraus, der Vorsitzende des Bergknappenvereins, verabschiedete beim Schinkenessen drei verdiente Vorstandsmitglieder, die zudem seit über 20 Jahren Delegierte des Landesverbandes Bayerischer Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischer Vereine sind sowie 2007 im Festausschuss zum 11. Deutschen Bergmannstag dabei waren. "Durch eure Arbeit habt ihr ein großes Stück Bergbaugeschichte und Tradition in Sulzbach-Rosenberg weiter erhalten und an die jüngere Generation vermittelt", lobte Kraus.

Hans Steiner trat 1952 mit 17 Jahren in den Verein ein. Von 1982 bis zum 6. Januar 2015 war er Beisitzer im Vorstand. "Sein Hauptarbeitsplatz am Stollenfest war, wie jeder weiß, der Bierausschank, den er seit 2000 innehatte", sagte Kraus.

Georg Schaller (*1934) ist seit 1954 Mitglied im Bergknappenverein. Seit 1982 war er aktiv als Beisitzer, 1. und 2. Fahnenträger (bis 2003) und Zeugwart. "Unser Girgl ist ein Multitalent", lobte Armin Kraus. "Er hielt Führungen im Schaustollen Max, kümmerte sich mit um das Ausmähen des Bergbaupfades und verteilte die Plakate. Nebenbei war er linker oder rechter Fahnenbegleiter, mal mit einer schwarzen und mal mit einer blau-weißen Schärpe."

Hans Rubenbauer (*1932) trat 1950 in den Verein ein. Seit 1994 im Vorstand, war er als 1. und 2. Fahnenträger (bis 2011) sowie als Beisitzer aktiv. Kraus: "Mit Stolz trug und schwang er die Fahne bei den Bergparaden. Dies tat er sehr gern, wie man an seinem immerfrohen Gesichtsausdruck erkennen konnte. Er hatte schon zweimal die Ehre, die Standarte des Bundesverbandes bei Bergparaden zu tragen und somit die Bundesrepublik Deutschland zu vertreten. Am Stollenfest war er immer als Krüglspüler und Fahrer vom Dienst tätig."
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