IHK-Gremium: Eine der wichtigsten Zukunftstechnologien - Pilotprojekt bei Amberger Stadtwerken
Die Wirtschaft glaubt an Elektromobilität

Der langjährige Vorstand Heinz Wiesnet (links) erhielt zum Abschied aus dem IHK-Gremium von dessen Vorsitzendem Dr. Rolf Pfeiffer ein Geschenk. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.12.2014
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Auf den Straßen hinkt die Zahl der Elektroautos den Idealvorstellungen noch weit hinterher. In den Köpfen vieler Verantwortlicher der regionalen Wirtschaft spielt das Thema Elektromobilität dagegen eine sehr prominente Rolle. Das zeigte sich bei der Herbstsitzung des Amberg-Sulzbacher IHK-Gremiums in den Räumen der Stahlgruber GmbH in Sulzbach-Rosenberg.

Alle Ladestationen zeigen

Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer berichtete laut Pressemitteilung, dass die IHK Regensburg hier für 2015 konkrete Maßnahmen plane. So solle unter anderem eine Plattform E-Mobilität geschaffen werden, die Beispiele und Initiativen vorstellt. Neben einer Veranstaltung mit den wichtigen Kompetenzträgern in der Region sei auch die Erstellung einer Übersicht über bestehende Ladestationen geplant. Wegen der Schlüsselrolle der Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft ist die Elektromobilität für Pfeiffer eine der wichtigsten Zukunftstechnologien, die auch für den Wirtschaftsraum Amberg große Chancen biete. "Deshalb ist es wichtig, bei der Elektromobilität im internationalen Wettbewerb den Anschluss nicht zu verlieren", sagte Pfeiffer.

Dr. Stephan Prechtl, der Geschäftsführer der Stadtwerke Amberg, berichtete, dass sein Unternehmen im Zuge eines Pilotprojekts eine Ladesäule teste. Der Schwerpunkt des Projekts liege bei der Abrechnung und der Softwareanpassung. Erste Erfahrungen sollten bis zum Frühjahr 2015 ausgewertet sein. Danach könnten sich Unternehmer mit Ladesäulen für ihre Firmen an dem Projekt beteiligen. Mittelfristig sieht Prechtl wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten für Ladesäulen primär im halböffentlichen Bereich, etwa für Mitarbeiter von Firmen, die ihr Elektrofahrzeug während der Arbeitszeit aufladen können.

Beim Breitbandausbau in der Region sehen die Vertreter der Wirtschaft den Landkreis und die Stadt Amberg auf einem guten Weg. Gremiumsgeschäftsführer Johann Schmalzl berichtete, dass alle Kommunen im neuen Förderverfahren zum weiteren Ausbau sind. Angesichts der großen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort forderten die Unternehmer von den Gemeinden schnelle Verbesserungen bei der Anbindung. Lob gab es für die Gemeinde Etzelwang, die bei der Umsetzung des neuen Förderprogramms für die Schaffung einer leistungsfähigen Breitbandanbindung im Raum Amberg an der Spitze sei. Kritisch bewerteten die Unternehmer dagegen, dass Deutschland beim Breitbandausbau im internationalen Vergleich weit von der Spitze entfernt sei.

Auftragslage gut

Bei der Aussprache über die Konjunktur zeigten sich nicht alle Mitgliedsbetriebe mit der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr zufrieden. Viele Unternehmen aus dem Raum Amberg gehen aber aufgrund der aktuellen Auftragslage und eigenen Planungen sowie Investitionen mit positiven Erwartungen in das neue Jahr.

Vorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer verabschiedete den langjährigen Vorstand der Luitpoldhütte, Heinz Wiesnet, der mit seinem Eintritt in den Ruhestand aus dem IHK-Gremium ausgeschieden ist. Doris Höpfl, Leiterin des Konzernpersonalwesens bei der Grammer AG, wurde an Wiesnets Stelle kooptiert.
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