Im Weihnachts-Modus

Der Sulzbacher Rückraumspieler Benjamin Funke (Mitte) setzt sich trotz massiver Behinderung mit einem Sprungwurf am Friedberger Kreis durch. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.12.2014
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Nach einer Viertelstunde ist der Widerstand gebrochen: Handball-Bayernligist HC Sulzbach erfüllt die Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht TSV Friedberg II ohne Mühe und geht mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz in die Pause. Doch Vorsicht ist geboten.

Einen völlig entspannten Spieltag erlebten die Fans in der Krötenseehalle am Samstagnachmittag beim am Ende für den TSV Friedberg II noch schmeichelhaften 34:27-Erfolg des HC Sulzbach.

Gerade einmal 15 Minuten dauerte es, bis der Widerstand der Schwaben gebrochen war. Ein Zwischenspurt von 7:5 auf 12:5 reichte, um alle Zweifel zu beseitigen. In dieser Phase spielten die Gastgeber ihren besten Handball mit gelungenen Spielzügen, die meist bei Kreisläufer Daniel Laugner endeten, der sich mit einer blitzsauberen Wurfquote bei seinen Zuspielern bedankte. Den Rest besorgten die torhungrigen Halbspieler Jiri Smolik und Toni Kreyßig - und ein sicherer Rückhalt mit Daniel Heimpel im Sulzbacher Tor.

Gäste enttäuschen

Von der Drittligareserve kam in der ersten Hälfte viel zu wenig. Einzig Björn Heekeren mit seinen Überraschungswürfen und der dynamische Jan Pupeter genügten Bayernliga-Ansprüchen, der Rest des Teams brachte sich meist nur mit regelwidrigen Aktionen gegen den viel zu schnellen Rechtsaußen Marco Forster ins Gespräch. Dass der Vorsprung bis zur Pause nicht mehr vergrößert wurde (18:11), lag vor allem daran, dass HC-Trainer Pavel Krizek munter durchwechselte. Nach der Halbzeit machten die Gastgeber dann noch einmal ernst und bauten die Führung weiter aus. Bis zum 28:17, dem größten Abstand des Spiels, zeigten die Herzogstädter ihre Heimstärke, dann aber schaltete das Team zwei Gänge zurück und alle Spieler bekamen genügend Einsatzzeiten, um sich noch einmal zu präsentieren. Torhüter Maximilian Lotter, der nach der Pause das Tor hütete, bekam nun einiges zu tun, weil die HC-Abwehr nicht mehr so konzentriert zu Werke ging.

Seine Paraden verhinderten, dass die Partie am Ende mit 34:27 ein standesgemäßes Ergebnis hatte, denn die Gastgeber waren längst im Weihnachts-Modus. Mit diesem Pflichtsieg erreichten die Jungs von Trainer Pavel Krizek mit elf Punkten und Platz zehn eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde.

Schweres Programm

Fünf Punkte Vorsprung auf den derzeit gültigen Abstiegsplatz wirken beruhigend, aber Vorsicht ist geboten: Der Rest der Liga schläft nicht und der Spielplan beschert den Herzogstädtern nur noch sechs Heimspiele gegen meist sehr starke Gegner. Besonders der Start kann sehr wichtig werden und so wird der Trainer nach der kurzen Weihnachtspause wieder Gas geben, um das Ziel Klassenerhalt möglichst bald zu erreichen.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Smolik (9/3), Toni Kreyßig (7), Laugner (6), Björn Kreyßig (5), Marco Forster (3), Funke (2), Klee (1), Brockstedt (1), Krizek, Luber, Kristian Forster.
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