Im zweiten Anlauf wasserdicht

Die drei Klimaschutzmanager des Landkreises freuen sich mit den vier beteiligten Photovoltaik-Firmen, dass die Initiative endlich wieder durchstarten kann. Von Links: Xaver Lorenz (Loma-Solar), Vincent Clarke, Katharina List, Siegfried Schröpf (Grammer Solar), Hardy Barth (Barth EDV- und Elektrotechnik), Markus Schwaiger und Stefan Findeis (Sol Aid). Bild: sön
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.10.2015
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Die Photovoltaik- Eigenverbrauchsinitiative des Landkreises meldet sich energiegeladen aus der Sommerpause zurück. Nachdem das Wirtschaftsministerium ihren ersten Anlauf stoppte, hat sie jetzt alles juristisch wasserdicht gemacht.

(ll/sön) Auch wenn das beste Sommerwetter, um Photovoltaik-Strom zu erzeugen, nun vorbei ist, wollen die drei Klimaschutzmanager des Landkreises zusammen mit den beteiligten Firmen und Akteuren vor Jahresende noch einmal auf das Thema Sonnen-Stromerzeugung zum Eigenverbrauch aufmerksam machen.

Dazu gibt es jetzt ein neues Flugblatt. Das erste wurde eingestampft, nachdem ein Unternehmen aus dem Landkreis Schwandorf interveniert und das bayerische Wirtschaftsministerium die Preisabsprache der vier Firmen als Verstoß gegen das Wettbewerbsgesetz gerügt hatte. Da habe es auch andere Meinungen gegeben, sagt Katharina List, die Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises, "aber wir wollten es nicht auf eine Anzeige ankommen lassen". Die neue Strategie sieht jetzt so aus, dass auf jegliche Preisangabe verzichtet wird. Nachdem noch einige Formulierungen im Flyer geändert wurden, gab die Kartellbehörde im Wirtschaftsministerium grünes Licht für den Neuanlauf.

Bloß wird in den Informationsveranstaltungen natürlich die Frage nach dem Preis für die PV-Anlage auf dem Hausdach kommen. Was antwortet Katharina List dann? Genau das, was sie auch im Juli schon gesagt hätte: 8990 Euro. "Das war ja damals kein Dumping-Angebot", erläutert sie. "Das war nicht besonders teuer oder besonders billig. Wenn also jetzt der Kunde dieselben Komponenten haben will, wird er auch wieder diesen Preis bekommen."

Der erste Informationsabend ist am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Hause Grammer Solar im Industriegebiet Immenstetten (Oskar-von-Miller-Straße 8, Amberg). Dann geht es um die neu gestartete Landkreis-Initiative, die Stromproduktion auf dem eigenen Dach und den Verbrauch des selbst produzierten Stroms. Als Sahnehäubchen des Abends berichtet Grammer-Solar-Geschäftsführer Siegfried Schröpf aus seinem Alltag mit dem E-Bike. Natürlich radelt er nur mit selbstproduziertem Strom.

Neben den drei Klimaschutzmanagern aus dem Landkreis stehen dabei auch die vier beteiligten Photovoltaik-Firmen für die Diskussion und Fragen der Zuhörer zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bei Katharina List (09624/92 24-5 26, www.zen-ensdorf.de) oder bei Grammer Solar (09621/3 08 57-0, www.grammer-solar.de).
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