Immens für Rosenberg

Karl Reyzl und Bernhard Dobler (von rechts), Vertreter der Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs GmbH, informierten den Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol von Bündnis 90/Die Grünen (Sechster von rechts) über das neueste Nutzungskonzept. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.02.2015
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Zum Ortstermin kam der Landtagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Mistol, nach Rosenberg. Er traf hier auf Vertreter der Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs-GmbH (MHVV) und eine Delegation des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Im Juni 2014 hatte seine Fraktion im Maximilianeum einen Antrag zum Thema Industriedenkmal Maxhütte eingebracht.

Bei der Besichtigung des ehemaligen Stahlwerk-Areals und der Vorstellung des neuen Nutzungskonzepts empfingen Bernhard Dobler und Karl Reyzl von der MHVV den Regensburger Parlamentarier, den Wegbereiter dieses Treffens, und die örtlichen Grünen. Unabhängig davon konnte sich die Gruppe davon überzeugen, dass Eigentümer und Stadt Sulzbach-Rosenberg ein Konzept erarbeitet hatten. "Es kann wahrlich nicht die Perspektive sein, für Jahrzehnte dieses Areal brach liegen zu lassen!", appellierte Bernhard Dobler, MHVV-Objektmanager. Mit ihm und Karl Reyzl ging es vorbei an den alten Wirkungsstätten durch das Gelände.

Zahlreiche Hallen

Das 40 Hektar große Gelände birgt demnach enorme Flächenressourcen für Einzelhandel, Industrie, Gewerbe und Wohnbebauung. Etwa 90 000 Quadratmeter im Ostteil sind bereits saniert und können genutzt werden. Potenzial, so wurde offenkundig, bieten einige der zahlreichen Hallen. Auch das Ausbildungszentrum erfüllt eine Vorzeigerolle. Wo bis vor einiger Zeit ein marodes Gebäude sein Dasein fristete, befindet sich heute das ansehnlich sanierte Ausbildungszentrum der MHT (Maxhütte Technologie), aus dem jährlich 50 neue Fachkräfte in die Berufswelt entlassen werden.

Hier erläuterte Bernhard Dobler mittels Plänen das aktuelle Vorhaben. Demnach sei, basierend auf Investitionssummen sowie Flächen- und Pachtertrag mit Beteiligung der Staatsregierung, ein Konzept erarbeitet worden, das für die Max Aicher Unternehmensgruppe akzeptabel erscheine. Der Nutzungsplan, der vorerst die Hochofenplaza als Sondergebiet außen vor lasse, müsse schnellstens abgesegnet werden. Nur noch einige Gespräche in München seien nötig, bevor die Anträge formuliert und zeitnah dem Stadtrat zur Abstimmung unterbreitet werden.

"Ein kleines Problem in München, aber ein großes für Sulzbach-Rosenberg", bilanzierte Jürgen Mistol mit der Zusicherung, dieses Thema in der Landeshauptstadt zu begleiten. Es gehe schließlich um ein immenses Vorhaben, das besonders Rosenberg zu einem enormen Quantensprung verhelfen könne: "Dieses Konzept macht durchaus Sinn."

Zehn Millionen Euro

Gleichzeitig sah er bei dieser Industrieflächen-Rückführung ein Vorzeigemodell zur Eindämmung von Flächenverbrauch. Sicher sei das Investitionsvolumen für den Westteil mit zehn Millionen Euro gigantisch: "Aber endlich ist etwas greifbar geworden, was die Verkettung von Altlastensanierung, Nachnutzungsertragsplanung und Denkmalschutz entwirrt hat."
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