Immer für das Leben

Die Diplomsozialpädagogin Maria Kohl berichtete am HCA-Gymnasium aus erster Hand von ihrer Schwangerschaftsberatung in Weiden und Amberg. Bild: mma
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.11.2015
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Das Ziel ist immer, "zur Annahme des Ungeborenen" zu beraten und das breite Spektrum der Möglichkeiten auszuleuchten. Diese reichten von wichtiger sozialer Unterstützung bis zu finanziellen Schenkungen. Eine Familientherapeutin stellte ihre Arbeit im HCA-Gymnasium vor.

In den katholischen Religionsunterricht der 10. Klasse am Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA) war auf Einladung von Studienrätin Marianne Moosburger die Diplom-Sozialpädagogin (FH) und systemische Familientherapeutin Maria Kohl aus Weiden gekommen. Im Stuhlkreis stellte sie das bekannte Caritas-Emblem und die Weidener Schwangerschaftsberatung und deren Ziel "Beraten, helfen und sich engagieren" vor. In der Unterrichtseinheit "Entschieden handeln - für das Leben" erläuterte sie die Verpflichtung zur Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen und den Rechtsanspruch auf Beratung. Diese erfolge auch anonym, so gewünscht, sei immer kostenlos und offen für alle Hilfesuchenden.

Anfragen häufen sich

Auch Gespräche mit Vätern, die zunehmend ihre Partnerinnen begleiten würden, werden angeboten und dabei viele Fragen und Angebote dargelegt. So stehen sehr unbürokratisch ein bischöflicher Fonds, Gelder der "Aktion für das Leben" und auch staatliche Mittel zur Verfügung.

Zwar gebe diese kirchliche Stelle seit den bischöflichen Richtlinien von 2001 keinen Beratungsschein mehr aus, doch seien die Anfragen trotzdem hoch geblieben, erklärte Maria Kohl. Die Zahl der Konfliktfälle stagniere auf zwei bis drei Prozent von den etwa 1000 Menschen, die jedes Jahr beraten werden.

Die Diplom-Sozialpädagogin informierte die Schüler auch über die nun rechtlich gesicherte vertrauliche Geburt, bei der die Kinder mit 16 Jahren erfahren könnten, wer ihre Mutter sei. Daneben gäbe es weiterhin die "anonyme Geburt", bei der keinerlei Informationen jemals weitergegeben werden.

Die Schwangerenberatungsstellen seien hier federführend und würden alles Menschenmögliche tun, um eine Abtreibung zu verhindern, bis hin zu einer auswärtigen Unterbringung der Schwangeren und einer Fortsetzung der Bildung von betroffenen Mädchen und Frauen.

Vielerlei Hilfe

Unterstützend biete die Beratungsstelle auch Geburtsvorbereitungs-, Babymassage-, PEKiP- und Kochkurse, Familienausflüge und einen gut gehenden Second-Hand-Laden für Mutter und Kindan. Mit konkreten Fallbeispielen, Applaus und einem Blumentopf für die Referentin endete die spannende Unterrichtsstunde, in die sich die Schüler mit manchen brennenden Fragen einbringen konnten.
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