In der Lösung liegt die Kraft

Die Durchfahrtsbreite für diese Räumschilder beträgt 3,50 Meter. Bei oft nur vier Meter Breiten Straßen und parkenden Autos gibt es Probleme. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.11.2015
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Die ersten winterlichen Vorboten sind unverkennbar. Schnee und Eis hielten jetzt auch in der Herzogstadt Einzug. Jetzt ist wieder der städtische Räum- und Streudienst gefragt, um Rutschpartien Einhalt zu gebieten. Bauhofleiter Erwin Thurner und sein Stellvertreter Tobias Bauschke sind gut vorbereitet und geben Tipps.

Der leichte Schneefall hat die Mannschaft von Bauhof und Gärtnerei noch nicht sonderlich beeindruckt. "Wir sind aber gewappnet und auf alles vorbereitet, informierte Bauhof-Chef Erwin Thurner beim Pressegespräch. Der erste Einsatz sei von Sonntag auf Montag planmäßig gefahren worden. Dabei gab es keinerlei Probleme, da der Boden noch nicht richtig durchgefroren ist. Für den Räum- und Streuplan in zwei Stufen sind 200 Tonnen Salz in Silos bevorratet. Zum Einsatz kommt wie auch in den vergangenen Jahren das Feuchtsalz-Streuverfahren. Dabei werden die Vorteile von Trockensalz und Salzlösung kombiniert. So wird eine schnellere Wirkung erreicht, zudem gibt es geringere Verluste durch Verwehung. Streumittel wird so eingespart, wissen die Verantwortlichen des Bauhofs. 30 000 Liter Sole sind ständig im Pufferspeicher gebrauchsfertig vorhanden.

Nach Prioritätenliste

Beim Räum- und Streudienst wird eine Prioritätenliste abgearbeitet: Zuerst die verkehrsreichen Strecken sowie die Zufahrten zu Krankenhäusern, Rettungsdienst sowie Steigungen. Danach sind die Schulwege und Buslinien an der Reihe. In der Stufe II folgen Siedlungen, Wohngebiete und alle übrigen ebenen Straßen. "Unsere fünf Einsatzpläne bestimmt aber letztendlich das Wetter", ergänzt Erwin Thurner. Für den Einsatz gegen Eis und Schnee greifen Stadtgärtnerei und Bauhof auf zwei Schmalspurfahrzeuge, drei große Lkw, einen Fendt-Schlepper und einen Unimog zurück. Bei Bedarf könne auch der Lader mit einem Räumschild ausgestattet werden. Von den Gärtnern werden auch alle Geh- und Radwege bedient, die Umwelt und Service GmbH ist für Treppen, Überwege und teilweise auch für Bushaltestellen zuständig.

Bauschke und Thurner erinnerten beim Gespräch auch an die Räum- und Streupflicht der Bürger. Auch Geäst und Sträucher könnten unter Schneelast Probleme bereiten. "Für die Bürger geben wir im Bauhof auch Streusplitt von Montag bis Donnerstag zwischen 6 und 14.30 Uhr und Freitag von 6 bis 12.30 Uhr ab. Die Kerneinsatzzeiten des Winterdienstes sind im Zweischichtbetrieb von 3 bis 12 Uhr und von 12 bis 21 Uhr."
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