Info-Treffen zur bayerisch-tschechischen Ausstellung
Auf den Spuren des Kaisers wandeln

Die Teilnehmer der Treffens vor der Pfarrkirche St. Marien direkt unter der Statue Kaiser Karls IV. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.03.2015
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Die bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/17 kann weit in die Metropolregion Nürnberg ausstrahlen: Diese ist Partner bei den Planungen zum Thema Leben und Wirken Kaiser Karls IV. (1316 bis 1378). Ziel ist ein attraktives Begleitprogramm in möglichst vielen Kommunen entlang der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag.

Zu Fuß, per Rad oder VGN

Bei einem Informationstreffen in der ehemaligen Synagoge in Sulzbach-Rosenberg informierten sich jetzt Landräte und Bürgermeister über den Stand der Planungen. Sie berieten, wie ein attraktives Begleitprogramm ausgestaltet sein könnte. So sollen Angebote für Bürger entwickelt werden, die sich dann per pedes, mit dem Rad oder mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) auf Karls Spuren begeben können.

Viele Anknüpfungen

Zwischen der tschechischen Metropole - wo die Ausstellung am Kaisergeburtstag (14. Mai 2016) in der Wallenstein-Reitschule eröffnet wird - und der Noris, wo sie sich am 20. Oktober im Germanischen Nationalmuseum fortsetzt, gibt es Anknüpfungspunkte zu Hauf:

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov stellte schon einen leibhaftigen Handelszug auf die Goldene Straße.

In Neustadt an der Waldnaab wird ein original Handschuh des Kaisers verwahrt, den er den Neustädtern als Faustpfand für die Schenkung eines Waldes überließ.

Durch den Landkreis Amberg-Sulzbach führt der "verbotene Teil" der Goldenen Straße.

In Plech ist am Rande der Goldenen Straße eine Wasserstelle erhalten, wo Karl IV. sein Pferd saufen ließ.

In Lauf pflegte der Kaiser in der Residenzburg zu rasten, ehe er zum Reichstag nach Nürnberg weiterritt. Der jüngst restaurierte Wappensaal zeugt von Karls Königtum im riesigen Neuböhmen.

Sulzbach-Rosenberg verdankt Kaiser Karl IV. seine Bergwerksrechte.

In vielen Kommunen gehen Markt- und Stadtrechte auf Karl IV. zurück.

Armin Kroder, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, zeigte sich begeistert und forderte dazu auf, weitere Möglichkeiten der Teilnahme zu identifizieren: "Nur wer mitmacht, hat am Ende etwas von der Landesausstellung. Jeder kann sich mit seinem Schatzkästlein einbringen."

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich: "Die bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/17 ist ein starkes Symbol für gewachsene Freundschaft zwischen Tschechien und Bayern. Das geplante Begleitprogramm rund um die Goldene Straße zeigt die enge Verbindung zwischen beiden Ländern deutlich."

Auch die Ausstellungsmacher hoffen, dass ein lebendiges Rahmenprogramm ihre Schau begleitet. Dr. Wolfgang Jahn vom Haus der bayerischen Geschichte: "Wir möchten, dass die Ausstellung Strahlkraft in die Region entwickelt. Das Begleitprogramm ist dafür immens wichtig."
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