Infrastruktur, das Zauberwort

Die CSU-Kreistagsfraktion erörterte aktuelle Themen auf ihrer Klausurtagung in Waldmünchen und formulierte dabei Leitlinien ihrer künftigen Vorhaben im Plenum. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.10.2014
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Räumliche Distanz macht oft den Kopf frei. Die CSU-Kreistagsfraktion reiste deshalb zu ihrer Klausurtagung in den Bayerischen Wald.

Einmal im Jahr zieht sich die CSU-Kreistagsfraktion zu einer Klausurtagung zurück und legten die Leitlinien ihrer künftige Arbeit im Kreistag fest. Heuer reisten die Christsozialen nach Waldmünchen in den Bayerischen Wald, um dort in Ruhe Ideen zu sammeln und Anträge zu formulieren, die den Landkreis in seiner Entwicklung weiter nach vorne bringen sollen.

Mehrfach und unter unterschiedlichen Blickwinkeln, so eine Pressemittelung, ging es um Fragen der Infrastruktur. Fraktionsvorsitzender Stefan Braun hatte beispielsweise Vorbereitungen für eine Aktualisierung der Prioritätenliste beim Ausbau der Kreisstraßen vorbereitet.

Er ist sich sicher, mit bereits beschlossenen Straßenbaumaßnahmen (siehe Hintergrund) "die Qualität der Infrastruktur in unserem Landkreis aufrechtzuerhalten und weiter zu verbessern". Nicht vorbei kam die Fraktion an der aktuellen Entwicklung der Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis. Braun bezifferte die derzeitige Kapazität auf 285 im Landkreis lebende Asylbewerber, 35 könnten in dezentralen Unterkünften leben. Mit 80 Flüchtlingen aus Syrien stelle dieses Land derzeit den größten Teil der Betroffenen.

Der Fraktionssprecher unterstrich, hier vor einem "gesamtgesellschaftlichen Kraftakt" zu stehen, um in ihrer Heimat verfolgten und oft mit dem Tode bedrohten Menschen aufzunehmen. Deshalb, so Brauns Appell, "müssen wir alle zusammenhelfen - die Kommunen, der Landkreis und die Bürger vor Ort". Aktuell gesucht seien "kurzfristig weitere dezentrale Unterkünfte".

Kreisrat Michael Mertel lenkte in diesem Zusammenhang den Blick auf das Schicksal sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Sie kommen ohne Eltern, Geschwister oder Verwandte, auch ihre Zahl steige spürbar. "Das momentane Ausmaß der Not, die die Menschen etwa in Syrien, im Nordirak und anderen von Kriegen heimgesuchten Gebieten tagtäglich erleiden, zeigt sich auch daran, dass sich immer mehr Eltern gezwungen sehen, sich von ihren Kindern zu trennen und sie ganz alleine auf den Weg nach Europa zu schicken", so der Kreisvorsitzende der Jungen Union.

Am Ende der Sitzung zog der Fraktionsvorsitzende ein durchweg positives Fazit: "Auf unserer Klausurtagung konnten wir einige neue Ideen entwickeln und Entschlüsse zum Wohle des Bürgers fassen. Nun gilt es, sie in den betreffenden Ausschuss- und Kreistagssitzungen einfließen zu lassen." (Hintergrund)
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